Wieso hat ein Kantonspolizist in der Nacht auf Sonntag in Sins auf einen Einbrecher geschossen? Laut dem Oberstaatsanwalt Daniel von Däniken, der gegenüber Tele M1 exklusiv Auskunft gibt, soll der Einbrecher den beiden Polizisten entgegengekommen sein und beim Versuch, überwältigt zu werden, plötzlich eine Pistole gezogen und auf einen Polizisten gezielt haben. Der Polizist schiesst dem Täter mit zwei Schüssen in den Arm. So wurde der 40-jährige Italiener, der schon vorbestraft war, ausser Gefecht gesetzt. Er musste mit dem Helikopter ins Berner Inselspital geflogen werden.

Oberstaatsanwalt von Däniken rechtfertigt den Einsatz: "Die Abklärungen ergaben, dass die Pistole echt war und der Täter auch Munition bei sich hatte." Es hätte eine reale Gefahr für den Polizisten bestanden. Für ihn hat der Polizist zu Recht geschossen.

Schüsse auf Einbrecher: Polizist hat in Notwehr gehandelt, Täter hatte echte Pistole dabei

Schüsse auf Einbrecher: Polizist hat in Notwehr gehandelt, Täter hatte echte Pistole dabei

Wegen Einbruch sowie Gewalt und Drohungen gegen Beamten sitzt der Einbrecher nun in U-Haft. Aber auch gegen den Polizisten läuft ein Verfahren – wie das von Amtes wegen üblich ist bei einem Schusseinsatz. Der Polizist bleibt aber im Dienst – mit Waffe. Der Polizeipsychologe wird in den nächsten Tagen mit dem betroffenen Polizisten sprechen. Er hat anscheinend das erste Mal im Dienst die Waffe gezückt. (fam)