Postulat
Politiker machen Druck: Der Posten der Kantonspolizei soll in Wohlen bleiben

Mittels eines dringlichen Postulats fordert die CVP-Fraktion den Wohler Gemeinderat zum Handeln auf. Er soll sich dafür einsetzen, dass die Kantonspolizei in Wohlen bleibt.

Toni Widmer
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Welcher Kantonspolizeiposten im Freiamt bleibt bestehen?

Welcher Kantonspolizeiposten im Freiamt bleibt bestehen?

Toni Widmer

«Der Gemeinderat wird beauftragt, der Kantonspolizei (Kapo) innert nützlicher Frist geeignete Räumlichkeiten oder Grundstücke anzubieten oder zu vermitteln, damit der Erhalt eines Kantonspolizei-Postens in Wohlen ermöglicht, beziehungsweise sichergestellt werden kann. Wenn nötig ist dem Einwohnerrat ein diesbezüglicher Bericht und Antrag zu unterbreiten», schreibt Harry Lütolf namens der CVP-Fraktion in einer dringlichen Motion.

Lütolf verweist auf die laufende Anhörung, die der Regierungsrat zurzeit bei den Gemeinden zum Standortkonzept der Kantonspolizei durchführt. Von aktuell noch 17 Regionalposten sollen 8 geschlossen werden, 2 davon in der Region Freiamt. Von den drei Posten Wohlen, Bremgarten und Muri würde letztlich nur einer übrig bleiben.

«Über die Stichhaltigkeit der Argumente des Regierungsrates, welche für die Reorganisation sprechen sollen, kann man sich streiten. Jedenfalls sind etliche Argumente nicht einleuchtend», schreibt Harry Lütolf. Doch: «Die mit Abstand grösste Gemeinde im Freiamt hat auch den mit Abstand grössten Sicherheitsbedarf. Daher gehört ein Polizeiposten in jedem Fall nach Wohlen.» Die CVP erachte es als inakzeptabel, wenn die Bevölkerung der viertgrössten Gemeinde im Kanton dereinst von Bremgarten oder Muri aus bedient würde oder sich dorthin wenden müsste.

Einer möglichen Schliessung des Polizeipostens in Wohlen sei proaktiv und ohne Verzug entgegenzutreten. «Das Thema darf nicht dem Zufall und den Launen der kantonalen Politik überlassen werden. Es muss auch mit aktivem Lobbying anderer betroffener Standortgemeinden gerechnet werden», hält Lütolf fest und sagt weiter: «Entscheidend wird sein, ob man in Wohlen der Kapo für ihre Bedürfnisse geeignete Räum-lichkeiten anbieten kann. Nach der Klärung der Bedürfnisse liegt es in der Kompetenz des Gemeinderates, solche Räumlichkeiten bereitzustellen oder zu vermitteln und anzubieten; sei es in gemeindeeigenen oder angemieteten Liegenschaften. Für diesbezügliche Kreditbeschlüsse durch den Einwohnerrat ist wenn nötig Bericht und Antrag zu unterbreiten.»

Die Dringlichkeit des Postulates sei durch den Fahrplan des Kantons begründet. Die Vernehmlassung laufe und der Regierungsrat möchte bereits gegen Ende Jahr über die künftigen Kapo-Standorte entscheiden.