Durchgangsplatz

Platz für Fahrende in Merenschwand stösst auf viel Widerstand

Der geplante Durchgangsplatz für Fahrende auf der Wiese südlich des Kreisels stösst in Benzenschwil auf erheblichen Widerstand.

Der geplante Durchgangsplatz für Fahrende auf der Wiese südlich des Kreisels stösst in Benzenschwil auf erheblichen Widerstand.

Der Kanton will beim Kreisel in Benzenschwil einen Durchgangsplatz für Fahrende realisieren. Damit sind aber nicht alle einverstanden: Ein Komitee sammelt Unterschriften, SVP-Grossräte beziehen Stellung gegen das Vorhaben des Kantons.

Klare Ablehnung eines Durchgangsplatzes für Fahrende in Benzenschwil. Das zeigt die nicht repräsentative Umfrage auf www.aargauer-zeitung.ch. Nur 36 Prozent sind der Ansicht, ein Durchgangsplatz bringe für die Gemeinde keine Nachteile. 64 Prozent glauben, der Platz müsse verhindert werden. An der Umfrage beteiligten sich 104 Personen.

Der Kanton will südlich des Kreisels Benzenschwil einen Durchgangsplatz für Schweizer Fahrende während der Sommermonate realisieren. Dagegen wehrt sich ein «Komitee Durchgangsplatz für Fahrende in Benzenschwil Nein».

Es hat auf der Facebook-Seite der SVP Bezirk Muri einen Unterschriftenbogen für eine Petition aufgeschaltet. Fritz Beck, Präsident ad interim der SVP Merenschwand und Vorstandsmitglied der SVP Bezirk Muri, legt Wert auf die Feststellung, dass die Petition nicht von seiner Partei, sondern von diesem Komitee lanciert worden sei. «Der Widerstand gegen den geplanten Durchgangsplatz für Fahrende wird nicht von der SVP Bezirk Muri geführt, sondern von einem Komitee von besorgten Benzenschwilern», hält Beck fest.

Abfall in der Wiese

Das Landwirtschaftsland von Erwin und Milly Stöckli, SVP-Grossrätin und Gemeinderätin in Muri, grenzt an die Wiese in Benzenschwil, auf der der Kanton den Platz realisieren will. «Wir haben beim Gemeinderat Merenschwand bereits interveniert», führt Milly Stöckli aus. «Wir haben auch schon mal Fahrende auf unserem Land gewähren lassen, ebenfalls Schweizer Fahrende». Die Erfahrungen seien schon beim dritten Mal schlecht gewesen. «Sie haben Abfall in die Wiese geworfen, trotz vorhandener Abfalleimer.

Sie haben die Wiese auch als WC benützt, Ölwechsel bei Autos getätigt und das Öl auf die Weide geleert. Uns kommen Fahrende nicht mehr auf die Wiese».» Mit diesen Erfahrungen seien sie nicht allein. Die Fahrenden hätten sich an keine Abmachungen gehalten. «Auch wenn der Kanton allenfalls der Gemeinde anfallende Kosten übernimmt – der Ärger ist bei einem Durchgangsplatz vorprogrammiert.»

Meistgesehen

Artboard 1