Sins

Platz für die Umfahrung – Thomas Ehrler: «Wenn es schneit und hudelt, wird es schwierig»

Thomas Ehrler arbeitet am steilen Bord im Bachtal in Sins. Eddy Schambron

Thomas Ehrler arbeitet am steilen Bord im Bachtal in Sins. Eddy Schambron

Ein harter und gefährlicher Job: Gegenwärtig müssen zahlreiche Bäume gefällt werden, um Platz für den Bau der Südwestumfahrung zu schaffen. Bis am 2. Februar bleibt der Radweg geschlossen. Die Hauptarbeiten starten im März.

Jetzt ist die Forstunternehmung Ehrler aus Aettenschwil daran, Rodungsarbeiten für den kommenden Bau der Südwestumfahrung auszuführen. Im Bereich Bachtal erfolgen die Baumfällungen unter erschwerten Bedingungen, das steil abfallende Bord erfordert nicht nur viel Kraft und Ausdauer, sondern auch umfangreiche Sicherheitsmassnahmen. «Bei guter Witterung ist das kein Problem, sagt Thomas Ehrler, «wenn es schneit und hudelt, wird es allerdings schwierig». Die Hauptarbeiten für die Umfahrung sollen im März starten.

Die Rodungsarbeiten wurden bewusst in die Sportferien gelegt. In dieser Zeit bleibt der Radweg Letten–Moosbrünneli geschlossen. Er wird am Wochenende vom 2./3. Februar wieder geöffnet sein. In den Sportferien erfolgen auch die Sicherheitsrodungen des Gehölzes am Sagirain. Bis diese beendet sind, ist mit Behinderungen beziehungsweise einer Sperrung der Strasse zu rechnen. Bei den Forstarbeiten wird Sicherheit grossgeschrieben. Der Rodungsbereich wird abgesperrt, und es wird aufgepasst, dass niemand unbefugt ins Gelände kommt.

Nachdem ab Oktober 2018 archäologische Prospektionen durchgeführt worden waren, steht der Realisierung der Südwestumfahrungen nichts mehr im Weg. Sie soll die Gemeinde Sins, durch deren Dorfkern heute täglich rund 19'000 Fahrzeuge rollen, massiv vom Verkehr entlasten.

Die Umfahrung umfasst einen 912 Meter langen Tunnel und eine 67 Meter lange Brücke über das Bachtal. Sie wird mit zwei Grosskreiseln im Süden und Norden an die Aarauer- und Luzernerstrasse angeschlossen. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden während der Bauzeit zu minimieren, werden zuerst der Umfahrungstunnel, die Bachtalbrücke und die beiden Anschlusskreisel gebaut. Diese Arbeiten finden, mit Ausnahme der Kreiselanschlüsse, ausserhalb der bestehenden Fahrbahn statt, wie das Departement Bau, Verkehr und Umwelt festhält. Mit den Bauarbeiten an der Aarauerstrasse wird erst begonnen, wenn der Tunnel ab 2022 in Betrieb ist. Die gesamten Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis 2023.

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Eddy Schambron

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