Muri
Plastik-Turm musste vorzeitig dem Recycling zugeführt werden

Der Plastikabfallhaufen beim Kindergarten Wey konnte nicht wie geplant eine Woche als Mahnmal stehen bleiben. Die Verantwortlichen hatten Angst, die Säcke könnten aufgeschlitzt und der Inhalt in der Gegend verstreut werden.

Eddy Schambron
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Imposanter Plastikberg vor dem Kindergarten Wey. Marco Hüttenmoser

Imposanter Plastikberg vor dem Kindergarten Wey. Marco Hüttenmoser

Eigentlich hatten die Organisatorinnen vor, den von 320 Kindern aus 15 Kindergarten- und Schulklassen der Schule Muri gesammelten Plastikabfall eine Woche stehen zu lassen.

Aber Eva Mösching, Lehrperson Kindergarten Wey 3, unterstützt von Elisabetta Hüttenmoser, Susi Strebel und Nicole Hauser, mussten sich entscheiden, den Plastikturm sofort der Wiederverwertung zuzuführen – aufgrund der Befürchtung, die Säcke könnten aufgeschlitzt und der Inhalt in der Gegend verstreut werden.

Dennoch war die Aktion ein grosser Erfolg (AZ vom Samstag). Die 15 Klassen trennten während einer Woche zu Hause den Kunststoffabfall vom übrigen Hauskehricht und brachten diesen jeden Morgen gesäubert in die Schule mit. Gesammelt wurde der Kunststoff in 400 Liter-Säcken.

Plastikhaufen im Kindergarten

Im Kindergarten Wey 3 wurde am Ende der Woche der gesamte Kunststoffabfall zusammengetragen und zu einem beeindruckenden Haufen aufgebaut. Ziel der Aktion war unter anderem, das Bewusstsein für die grosse Menge des Kunststoffabfalls in Privathaushalten (62 Prozent) zu schärfen und den Kindern und ihren Eltern zu zeigen, dass es sich lohnt, Plastik zu sammeln und der Wiederverwertung zuzuführen.

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