Oberwil-Lieli/Birmensdorf

Piranha-Fahrer zum Fehlschuss: «Eigentlich ist es nicht möglich»

Oberwil-Lieli: Leichtsinniger Umgang mit Schützenpanzer?

Oberwil-Lieli: Leichtsinniger Umgang mit Schützenpanzer?

Ein Unfall sei schwer vorstellbar. So schätzt ein ehemaliger Schützenpanzerfahrer den Fehlschuss ein, der im Dorf ein Küchenfenster getroffen hatte.

Stammt der Fehlschuss in Oberwil-Lieli vom Maschinengewehr eines Radschützenpanzers? Ein ehemaliger Piranha-Fahrer findet diese Erklärung unwahrscheinlich.

Das Projektil vom Kaliber 12,7 mm, welches vergangene Woche ein Küchenfenster in Oberwil-Lieli traf, stammt von vermutlich von einem Maschinengewehr, wie es auch auf dem Piranha-Radschützenpanzer der Armee zu finden ist

Doch ein Schuss löst sich nicht einfach so, weiss Valon Shabanaj. Als ehemaliger Piranha-Fahrer kennt er die Sicherheitsmechanismen. «Eigentlich sollte es nicht möglich sein», sagt der Gefreite gegenüber Tele M1. «Der Piranha hat eine Sicherung und zum Schiessen muss man einen zweiten Knopf drücken.» Ausserdem ist das Gewehr auf dem Panzer arretiert. «Man kann nicht einfach so in die Luft schiessen», erklärt Shabanaj. 

Die schwere Waffe kann aber auch vom Panzer abmontiert und auf eine Dreibeinstütze bewegt werden. Für den 29-Jährigen ist ein Fehlschuss in dieser Konstellation viel wahrscheinlicher. Denn: «Bei anhaltendem Feuer kann es passieren, dass der Lauf in die Höhe und somit der Schuss daneben geht.»

Noch ist nicht klar, ob am fraglichen Tag auf dem vier Kilometer entfernten Waffenplatz Reppischtal in Birmensdorf überhaupt Schützenpanzer im Einsatz waren. Die Armeejustiz äussert sich dazu nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. (cze)

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