Die 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a der Schule Hübel in Dottikon planen seit einigen Wochen ihr Projekt für den Schulklassen-Plakatwettbewerb von Swissmilk und deren Werbekuh «Lovely». Das Thema: «Schweizer Milch für starke Knochen». Mittlerweile ist die Klasse schon recht weit mit ihrem Bild. Christina Meier-Brunner, die Klassenlehrerin meint: «Diese Woche werden wir bestimmt fertig. Mitte März ist der Abgabetermin.»

An der Plakataktion beteiligen sich 100 Klassen aus der gesamten Schweiz– ein Teilnehmerrekord. Damit es bei der Bewertung gerecht zugeht, gibt es eine Unterteilung in Alterskategorien: 1. bis 3. Klasse, 4. bis 6. Klasse und 7. bis 9. Klasse. Wie die Schüler ihr Plakat gestalten, bleibt ihnen überlassen. Es gibt keine Vorgaben.

Die Werke der Klassen sind bald auf Plakaten in Nähe der teilnehmenden Schulen und im Internet unter www.swissmilk.ch zu bewundern. Vom 31. März bis 15. April kann dann online abgestimmt werden, welche Plakate das Motto am gelungensten darstellen. Die Prämierung erfolgt am 18. April in St. Gallen, dabei werden die jeweils drei beliebtesten Beiträge ausgezeichnet. Eine Jury bestehend aus Marketingfachleuten und Vertretern von Swissmilk entscheidet über die Rangfolge der Finalisten. Zu dieser Veranstaltung sind alle teilnehmenden 1500 Schüler mit Lehrpersonen eingeladen.

Die Milchklasse

Die Anfrage von Swissmilk, ob in der Primarschule Hübel eine Klasse bei der Aktion mitmachen mag, ging zunächst an die Schulleitung, berichtet Christina Meier-Brunner. Da sie und ihre Klasse jedes Jahr den von Swissmilk organisierten Milchtag in der Schule durchführen, ging die Anfrage an sie. «Wir haben schliesslich Erfahrung mit Milch», meint Meier-Brunner, «und unser Milchtag ist immer ein voller Erfolg.» Wegen der hohen Nachfrage gab es neulich sogar einen separaten Milchtag, erzählen die Schüler stolz.

Die Idee für das Bild entwickelten die Schüler gemeinsam, und wie sie schildern gab es sehr viele Ideen. Nicht ganz unproblematisch seien die Ausmasse des Plakates, sagen Schüler und Lehrerin. Das Format F12 ist ein Breitformat von fast 3,5 Quadratmetern und wird besonders entlang von Strassen eingesetzt. «Das ist schon eine Herausforderung», erläutert Christina Meier-Brunner.

Da das Plakat eher breit als hoch ist, konnten viele Vorschläge nicht berücksichtigt werden, weil sie sich nicht realisieren liessen. «Es war etwas schwierig die richtige Idee zu finden», bestätigt auch Getoar Tasholi. Seitdem in der Klasse Plakate und Werbung aktuelle Themen sind, ist Meier-Brunner aufgefallen, dass die Kinder viel aufmerksamer auf Werbung achten und auch hinterfragen, fügt die Klassenlehrerin hinzu.

Mit Freude an der Arbeit

Zur Unterstützung bei der Ideenauswahl schaute eine Grafikerin bei der Klasse 3a vorbei und gab Tipps, was die Schülerinnen und Schüler besser nicht machen sollten und was gut umsetzbar ist. «Wichtig ist vor allem, ein Motiv zu wählen, worauf nicht jeder kommt», berichtet Meier-Brunner. Eine Hanteln stemmende Kuh sei beim Thema Milch und starke Knochen ein bisschen zu nahe liegend. Das Plakat sollte ins Auge fallen und der Bezug zur Milch deutlich werden. Schliesslich fiel die Wahl der Klasse auf ein Motiv, das sicher nicht alltäglich ist, dafür aber sehr originell.

Das Plakat ist ein Gemeinschaftswerk, betont Marianne Brunner, sie ist eine der Logopädinnen der Schule und hilft dabei, die künstlerischen Ideen der Schüler aufs Papier zu bringen. Jedes Kind malte einen Entwurf des geplanten Motivs, diese wurden gesammelt und daraus eine Collage erstellt. Diese wurde auf das Plakat projiziert und wieder zeichnete jeder Schüler einen Teil davon. Nun wechseln sich die 17 jungen Künstler bei den Feinarbeiten im Kunstunterricht ab. Auf die Frage, wie sie den Wettbewerb finden, rufen alle: «Das macht Mega-Spass!»