Waltenschwil

Pilz- und Wurmbefall: Kirche muss saniert werden

Der Pilzbefall an den Wänden ist unübersehbar.

Der Pilzbefall an den Wänden ist unübersehbar.

Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Waltenschwil muss mit einer Innensanierung von Pilz- und Wurmbefall befreit werden. Für die Projektierung sind 50'000 Franken traktandiert. Nur wegen einer Notfallübung kam der Schaden überhaupt zum Vorschein.

Das wichtigste Baudenkmal von Waltenschwil, die Pfarrkirche St. Nikolaus, bedarf dringend einer Innensanierung. Um einen verbindlichen Kostenvoranschlag für die notwendigen Arbeiten zu erhalten, wird an der Kirchgemeindeversammlung vom 15. November über einen Projektierungskredit von 50'000 Franken im Budget 2018 abgestimmt.

Anlässlich einer notfallmässigen Reinigung der Deckengemälde wurde der Pilzbefall an den Wänden überhaupt entdeckt. Kirchenpflegepräsident Renato Widmer erklärt den Zusammenhang: «Mitte der 90er-Jahre wurden die Wände geputzt und teilweise überstrichen. Wir vermuten, dass dieser Anstrich, zusammen mit dem Raumklima, den Pilzbefall begünstigt hat.»

Letzte Sanierung war 1972

Das zweite Problem ist der Holzwurm, der sich über die Bänke, die Treppen zur Empore und den Hochaltar hergemacht hat. Obwohl dem gefrässigen Holzzerstörer schon mit der Chemiekeule zu Leibe gerückt wurde, ist das Problem nicht definitiv behoben. «Die letzte Innenrenovation ist 45 Jahre her», sagt Widmer. «Es ist schon nötig, dass man den Innenraum wieder einmal richtig saniert. Ich rechne allerdings mit weniger Kostenaufwand als 1972. Damals hat die Renovation noch 800'000 Franken gekostet. Mein Bauchgefühl sagt, das müsste mit etwa 500'000 Franken zu machen sein.» Mit der Berechnung des entsprechenden Kostenvoranschlags wird, nach Annahme des Projektierungskredits, eines von drei Architekturbüros beauftragt, die auf Einladung der Kirchenpflege ihre Offerten einreichen durften.

Dem Antrag an die Kirchgemeindeversammlung sieht Widmer mit gespannter Gelassenheit entgegen: «Natürlich muss eine wenig finanzstarke Gemeinde wie unsere schon gut rechnen. Aber die Denkmalpflege hat die Möglichkeit eines Beitrags an den Projektierungskredit schon mal erwähnt.» Auch die Finanzkommission unterstützt das Projekt und den dazugehörigen Finanzplan, den die Kirchenpflege schon bis ins Jahr 2022 ausgearbeitet hat. Wenn alles rund läuft, dann kann die Kirchgemeindeversammlung im kommenden Jahr über das fertige Projekt befinden.

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