Wohlen

Pferde, Roboter, Film: Begabte Schüler widmen sich ein Jahr einem Projekt

Die acht Schüler der Projektwerkstatt sind stolz auf ihre Endprodukte, die sie nach einem Jahr Arbeit endlich in den Händen halten.

Die acht Schüler der Projektwerkstatt sind stolz auf ihre Endprodukte, die sie nach einem Jahr Arbeit endlich in den Händen halten.

Begabtenförderung: Ein Jahr lang vertieften sich Schüler der Begabtenförderung in verschiedene Projekte. Nun haben sie die Ergebnisse vorgestellt. Zu sehen war etwa ein Kurzfilm mit dem Gruselfaktor eines Horrorfilms.

Pferde, Roboter, der Regenwald – Themen, die Kinder faszinieren. Bei der Begabtenförderung «Projektwerkstatt» des Halden-Schulhauses beschäftigt man sich damit aber keineswegs kindlich, sondern ganz in Erwachsenen-Manier: Ein Jahr lang hatten die acht Schüler Zeit, sich in ein selbst gewähltes Thema zu vertiefen.

Sie fragten sich zu Beginn des Schuljahres etwa: «Wie kann ich spannende Pferdeinfos in eine Geschichte einbauen?», «Wie sind Roboter aufgebaut, was können sie leisten und wo werden sie eingesetzt?» Oder: «Welches waren wichtige Ereignisse und Kriegsgeschehen während der Entstehung der Eisgenossenschaft?» – Nun, zum Ende des Schuljahres, stellten sie Eltern, Verwandten, Lehrern und Interessierten die erstaunlichen Ergebnisse vor. Bloss das Aussehen der Kinder und ihre feinen Stimmchen verrieten, dass im Musiksaal der Bez 4.- bis 7.-Klässler referierten, und keine Uni-Professoren.

Film mit hohem Gruselfaktor

«Das Jahr hat mir grossen Spass gemacht, ich habe viel gelernt – und Probleme, die man lösen muss, gehören auch dazu», zog Schüler Sean Brown Bilanz. Er hatte den Zuhörern zuvor alles über sein Projekt «Licht, Schatten und Perspektive im Film» erzählt. Sogar einen eigenen Kurzfilm hatte er vorgeführt, der dem Gruselfaktor eines Horrorfilms entsprach. Während des Jahres habe er viel über die Filmgeschichte, die Perspektive, Licht und Schatten und Musik im Film gelernt, berichtete er. «Die Musik und das Bild gehen zusammen wie die Schweiz und die Schokolade», erklärte er dem Publikum.

Mitschülerin Gioia Pillittu hatte eine Pferdegeschichte geschrieben, dazu einen Mini-Ratgeber, wie man eine Geschichte verfasst. «Mein grosser Traum ist, eine der jüngsten Schriftstellerinnen zu werden. Schreiben ist meine Leidenschaft», hielt sie Anfang des Schuljahres im Projektbeschrieb fest.

Nicht um Pferde ging es in der Geschichte von Julius Behrendt – sondern um eine Familie aus der Zukunft, die im Jahr 2361 lebt. «Es ist eine Abenteuergeschichte. Ich bin stolz darauf, wie sie herausgekommen ist», sagte der Schüler.

Radio, Roboter und Regenwald

«Wie ist das heutige Radio-Verhalten der Menschen?» Das fragten sich Annina Stoll und Dominik Iten zu Beginn des Projektjahres. Nach einer Strassenumfrage werteten sie deren Ergebnisse aus. «Die meisten Befragten hören Radio SRF 1, 2 und 3», fanden sie heraus. Zudem bauten sie ein eigenes Radio.

Im technischen Bereich bewegte sich ebenfalls Andreas Dersch, der 2.-Bezler hatte einen Roboter gebaut. «Ich interessierte mich unter anderem dafür, wo die Grenzen eines Roboters sind», erklärte er. Das Ergebnis: «Sie können zwar Tag und Nacht durcharbeiten, sind aber nicht feinfühlig.»

Schülerin Julia Behm hatte im Laufe des Jahres eine Informationsbroschüre über den Regenwald gestaltet. «Der Erlös geht an eine Regenwaldspende», erklärte sie. Und Wayne Röttger hielt die Entstehung der Eidgenossenschaft in einer umfangreichen Chronik fest.

Rafael Mesaric, der die Gruppe und ihre vielseitigen Projekte begleitet hatte, hielt fest: «Ich bin sehr stolz auf die Schülerinnen und Schüler.»

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