Landwirtschaft
Petunia, Spitzengenetik und die schönsten Euter: Das waren die Highlights an der diesjährigen Horba

Braunvieh der Spitzenklasse und ein grosses, interessiertes Publikum prägten die Ausstellung «Horba 2017».

Eddy Schambron
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Miss Horba heisst Petunia und gehört Reto Villiger in Auw.
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Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben
Regierungsrat Markus Dieth lobte die Bauern: Auf dem Horben würden sich Tradition und Spitzengenetik treffen. „Wir sind stolz auf die tatkräftigen Bauernfamilien.“ Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben
Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben
Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben
Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben
Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben Impressionen von der Horba 2017 auf dem Horben

Miss Horba heisst Petunia und gehört Reto Villiger in Auw.

Aargauer Zeitung

Es passte alles: ein prächtiger Ort, prächtiges Wetter und prächtige Tiere. Die Horba 2017 auf dem Freiämter Hausberg, organisiert vom Verband Braunvieh Aargau, wurde ein voller Erfolg. 200 Tiere kamen auf dem Horben zusammen, «mehr, als wir erwartet haben», freute sich OK-Präsident Hugo Abt. Er zeigte sich rundum zufrieden mit dem Anlass: «Wir haben auch ein sehr grosses Publikum.»

Was hier gezeigt wurde, sei nicht nur «ein spitzenmässiger Anlass mit spitzenmässigen Tieren», unterstrich Regierungsrat Markus Dieth, sondern gelebte Kultur. Das Braunvieh habe sich zu einer Rasse entwickelt, die national und international als Imageträgerin gelten dürfe. «Die Braunviehzüchter haben das erreicht, was andere Betriebe in der Wirtschaft anstreben.» An der Horba treffe Tradition auf Spitzengenetik. «Wir sind stolz auf die tatkräftigen Bauernfamilien.» Dieth fasste das Ganze mit einem Satz zusammen: «Of em Horbe hesch kei Sorge».

Spannende Wettbewerbe

Die Horba, die nur alle zehn Jahre stattfindet und früher sogar drei Tage dauerte, bildet einen wichtigen Treffpunkt der Landwirte und Viehzüchter. Aber nicht nur: Das grosse, nichtbäuerliche Publikum bewies, dass Landwirtschaft und Viehzucht viele interessiert. Hier konnte man erfahren, worauf es bei der Braunviehzucht ankommt und nach welchen Kriterien ein Tier beurteilt wird. Nicht die schönen Ohren machen eine Kuh besonders, sondern das «Fundament» oder die «Zentralbänder», wie der staunende Nichtbauer erfuhr. Wichtig ist natürlich auch, ob das Euter «schön oben» hängt oder die Form der Zitzen in Ordnung ist.

Wenn die Tiere den Experten zur Beurteilung vorgeführt wurden, konnte man miträtseln, welche nun als beste und schönste Kuh vom Platz gehen würde. Spannend waren die Ausführungen der Experten nach ihrer Entscheidung allemal. Glückliche Gesichter waren überall auszumachen.

Miss Horba kommt aus Auw

Besonders glücklich dürfte Reto Villiger aus Auw sein: Seine Kuh Petunia wurde nicht nur Miss Genetic, sondern gleich auch noch Miss Horba. Als Miss Protein ging Gina von Walter Rüttimann, Beinwil, vom Platz, den Betriebscup gewann die Familie Thomas Villiger aus Beinwil. Schliesslich gab es schöne Preise in den Championwahlen Rinder und Erstmelk sowie für die schönsten Euter.