Waltenschwil

Patent Ochsner und «Perhaps Love»

Durch das Jahr tritt die Musikgesellschaft bei vielen Anlässen auf – und zeigte das beim Jahreskonzert mit verschiedener Kleidung. Verena Schmidtke

Durch das Jahr tritt die Musikgesellschaft bei vielen Anlässen auf – und zeigte das beim Jahreskonzert mit verschiedener Kleidung. Verena Schmidtke

Mit einem abwechslungsreichen Programm unterhielt die Musikgesellschaft das Publikum. Und auch «Junior Brass», der Nachwuchs, konnte bei seinem Auftritt sein Können zeigen.

Die Musikgesellschaft Waltenschwil präsentierte unter dem Motto «So semmer» ein vielseitiges Jahreskonzert. Dabei wurde dem Publikum in der gut besuchten Bannegghalle auch das Stück vorgestellt, das im Juni beim Eidgenössischen Musikfest in Montreux gespielt werden soll. Unterhaltsam mit vielen Anekdoten aus der Vereinsgeschichte moderierte Nelly Stöckli den Abend.

Bereits beim Betreten des Saales fiel dem Publikum die liebevolle, bunte Dekoration ins Auge. Diese sollte an die verschiedenen Auftritte zu unterschiedlichsten Anlässen erinnern, welche die Musikgesellschaft über das Jahr absolviert, erläuterte die Vereinspräsidentin Sonja Diener. Und passend zu einem Gala-Abend, der Fasnacht und einem 1. August Anlass gekleidet kamen die Musiker auf die Bühne.

Sonderapplaus zu Beginn

Für diese Idee gab es bereits vor dem ersten Stück, «Castell Caerffili», einen Extra-Applaus. Im Gespräch führte Sonja Diener später aus: «Wir haben eben einen jungen, dynamischen Dirigenten mit spannenden Ideen, der einen frischen Wind mitbringt.»

Stefan Aegerter, der seit fast fünf Jahren die musikalische Leitung innehat, sagte dazu, es sei gut, mal Neues auszuprobieren und Geschichten zur Musik zu erzählen. Damit könne man sicher auch jüngere Leute ansprechen, ohne die Tradition aus den Augen zu verlieren. Was die Tradition angeht, da wurden Guido Meier und Paul Meier für 60 Jahre aktives Musizieren geehrt sowie Franziska Ritschard für 25 Jahre.

Am Konzertabend spielte nicht nur die Musikgesellschaft, die «Junior Brass» konnten nach der Pause mit drei Musikstücken ebenfalls ihr Können zeigen und kamen bei den Zuschauern sehr gut an. Stefan Aegerter betonte, es sei ihnen wichtig, den jungen Musikern eine Plattform für Auftritte zu bieten. Seiner Meinung nach, sei es gut, wenn Kinder zusammen Musik machen. Als Zugabe spielten die Junior Brass «When I’m Sixty-Four» von den Beatles, wozu deren Dirigent Markus Steimen schmunzelnd kommentierte: «Eigentlich passt das ja noch gar nicht zu uns.»

Saint-Saëns Variations in Montreux

Für die Auswahl der acht Musikstücke, die die Musikgesellschaft Waltenschwil präsentierte, sei die Musikkommission zuständig, so Vereinspräsidentin und Dirigent. «Das sind intensive Sitzungen, in denen viel diskutiert wird», so Aegerter, «das ist schon spannend.» In das vielseitige Programm gelangten dieses Jahr «Bälpmoos» und der traditionelle von Mario Bürki arrangierte «Swiss Ländler». Ausserdem gab es «Storbystev» von John Philip Hannevik und «Perhaps Love» zu hören.

Beim Eidgenössischen Musikfest in Montreux plant die Musikgesellschaft Waltenschwil, die anspruchsvollen «Saint-Saëns Variations» zu spielen, die 2009 von Philip Sparke geschrieben wurden. Diese Variationen des berühmten Orgelchorals stellten die Musiker nun beim Jahreskonzert vor und ernteten dafür sehr viel Beifall.

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