Kommentar

Parteienvielfalt lebt im Bezirk Muri

Der SVP gelang es nicht, die Stimmen des langjährigen Aushängeschilds Milly Stöckli genügend zu kompensieren

Der SVP gelang es nicht, die Stimmen des langjährigen Aushängeschilds Milly Stöckli genügend zu kompensieren

Dass die Grünliberalen mit dem allseits bekannten und beliebten Hampi Budmiger als Zugpferd eine gute Chance auf einen Sitzgewinn haben, war im Vorfeld der Wahlen kein grosses Geheimnis. Die Frage war: Auf wessen Kosten erobert die GLP den Platz in Aarau? Nach den Entwicklungen der vergangenen Jahre wäre die Antwort CVP nicht verwegen gewesen. Doch nun ist klar. Die SVP trifft es.

Ihr gelang es nicht, die Stimmen des langjährigen Aushängeschilds Milly Stöckli genügend zu kompensieren. Der Sitzverlust der SVP darf aus Sicht der Partei insofern nicht dramatisiert werden, als dass sie weiterhin die klare Nummer eins im Bezirk ist. Dass der hohe Wähleranteil von über einem Drittel nicht stets auf derartig hohem Niveau gehalten werden kann, liegt auf der Hand.

Der Wechsel eines Grossratssitzes von der SVP zur GLP bringt in der alltäglichen Politlandschaft des Bezirks Muri nur eine geringfügige Veränderung. Die Vertretung ist nach wie vor klar bürgerlich. Wichtiger ist vielmehr aber auch, dass die sieben Murianer Grossräte für das Wohl der Menschen des Bezirks Muri in Aarau politisieren.

Eine konstruktive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg ist dabei zentral. Bemerkenswert am Wahlresultat ist auch die Tatsache, dass an den sieben Sitzen nun neu fünf Parteien beteiligt sind. Das Zeichen einer lebendigen politischen Vielfalt im Oberfreiamt.

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