Wohlen

Parkgebühren steigen in Wohlen um 20 Rappen

Heute liegt die Parkgebühr in Wohlen bei 80 Rappen pro Stunde. lis

Heute liegt die Parkgebühr in Wohlen bei 80 Rappen pro Stunde. lis

Von zwei Franken pro Stunde bis zu Gratisparkieren im gesamten Gemeindegebiet reichten die Vorschläge im Einwohnerrat. Letztlich setzte sich der Antrag des Gemeinderats durch: Neu kostet eine Stunde Parkieren in Wohlen einen Franken.

80 Rappen pro Stunde beträgt die Parkgebühr in Wohlen momentan. Bei der Höhe der künftigen Gebühren gehen die Meinungen im Wohler Einwohnerrat aber weit auseinander. Cyrille Meier (SP) stellte den Antrag, die Gebühr auf 2 Franken zu erhöhen. Beat Wüthrich (Grüne) unterstützte ihn: «Parkieren im Zentrum ist ein Luxus, das muss auch entsprechend teuer sein.»

Jean-Pierre Gallati (SVP) reagierte empört: «Das schlägt dem Fass den Boden aus, jetzt will die SP sogar ihre eigenen Wähler und Mitglieder ausnehmen.» SVP-Kollege Edi Brunner warnte, dies würde wieder zu einem Referendum führen. Und Brunner ergänzte: «Am liebsten würde ich einen Antrag für Gratisparkieren in ganz Wohlen stellen.» Cyrille Meier entgegnete: «Das würde zum Verkehrskollaps führen.»

GLP für 1.50 Franken pro Stunde

Für höhere Parkgebühren sprach sich auch die GLP aus. 1.50 Franken pro Stunde schlug Sandra Lehmann vor. «Wir sind dafür, dass Gebühren kostendeckend sind», erklärte Thomas Geissmann (FDP). Wenn es aber nur darum gehe, Erträge zu erwirtschaften, dann werde seine Partei «niemals Hand bieten.»

Im direkten Vergleich ergab sich eine knappe Mehrheit für den SP-Vorschlag von 2 Fr. pro Stunde. In der Schlussabstimmung setzte sich der Antrag des Gemeinderats, die Parkgebühren auf 1 Fr. pro Stunde zu erhöhen, dann aber deutlich durch.

Reglemente seit 1995 unverändert

Klar genehmigt wurden die übrien Reglementsanpassungen, unter anderem für Marktstände und Platzmieten. Die angepassten Reglemente waren seit 1995 unverändert. «Nun sind die Gebühren kostendeckend und zeitgemäss», sagte Simon Sax (GLP). «Die neuen Reglemente sind einfach und für alle umsetzbar», freute sich Gemeinderat Ruedi Donat.

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