Muri
Paradiesische Zustände nicht nur für die vielen Narren im Klosterdorf

Mit 50 Nummern und einer Anzahl spontaner Teilnehmer erfreute der Umzug ein grosses Publikum.

Eddy Schambron
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Noch nicht gebadet heute? Fasnächtler machten es am Umzug in Muri möglich, Versäumnisse nachzuholen – zur Gaudi der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer mit kiloweise Konfetti.

Noch nicht gebadet heute? Fasnächtler machten es am Umzug in Muri möglich, Versäumnisse nachzuholen – zur Gaudi der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer mit kiloweise Konfetti.

ES

Dicht säumte das Publikum die Umzugsroute von Dorf her über den Kreisel bis in die Marktstrasse. Die Besucherinnen und Besucher des Fasnachtsumzuges Muri sollten es nicht bereuen. Sie erlebten eine getreu dem Motto «Muri im Paradies» buchstäblich paradiesische Darbietung, die zudem noch von ebensolchem Wetter profitierte.

Höhepunkte gab es viele: der mit Neugier erwartete Nacktwanderweg der Neuenburger, 25 Jahre «Grüene Duume», das nochmalige Erleben des Osterspiels von den Adelburgern. «Was», fragte die Speakerin Milly Stöckli zu dieser Nummer, «wollten sie uns in Klosterhof mit diesem Osterspiel eigentlich sagen?». Selbstverständlich war auch Selfie-Geri ein Thema; einen entsprechenden Wagen zogen ebenfalls die Adelburger durch die Strassen.

Närrische Kinderschar

Nicht von einem Murianer Fasnachtsumzug wegzudenken sind die Kinder und Jugendlichen. Den Auftakt machten 162 Kindergärtler aus acht Abteilungen. Die grösseren Kinder führten den bunten Reigen fort bis zu den Einhörnern der Bezirksschüler. Die Mittelstufe war allein mit 340 Kindern am Umzug beteiligt. «So ist der Fasnachtsnachwuchs in Muri gesichert», stellte Stöckli mit Freude fest.

Einen besonderen Farbtupfer bildete die Narrenzunft Schneckengraber aus Horb-Dettingen am Umzug. Kennen gelernt haben sich die Murianer und die Fasnächtler aus dem Gebiet Rottenburg am Neckar eher zufällig, als die Deutschen das Kloster Muri besuchten. In ihrem Terminkalender steht zum Murianer Umzug als besonderer Hinweis: «Schweizer Franken!» Die deutschen Fasnächtler brachten viel Leben auf die Strasse, vor allem die Hexen. Farbe und charmante Leichtigkeit kamen auch von den zahlreichen Clowns, welche zuerst als Tatzelwurm antraten, dann aber in Einzelaktionen vielen Besucherinnen und Besuchern eine Freude bereiteten.

Einzelnen Gruppierungen auch aus den Nachbardörfern gefielen nicht nur mit ihren originellen Sujets, sondern ebenso mit ihren Aktivitäten. Wer einer Konfetti-Dusche entgehen wollte, musste schon ziemlich weit hinten stehen.