Am 23. Oktober 1993 hat der Wohler Ortsbus den Betrieb aufgenommen. 20 Jahre später haben die Passagierzahlen erstmals die Schwelle von einer halben Million überschritten.

Mit 556 000 Fahrgästen hat der Wohler Ortsbus im vergangenen Jahr gegen 2012 noch einmal massiv zugelegt. Damals waren 425 000 Fahrgäste transportiert worden, teilt die Firma PostAuto mit, welche den Bus im Auftrag der Gemeinde betreibt. Laut PostAuto befördert der Ortsbus heute an einem Werktag durchschnittlich über 1900 Personen. In der Spitzenzeit zwischen 7 und 8 Uhr am Morgen sind es 440 Fahrgäste. Die Frequenzsteigerung gegenüber dem Vorjahr 2012 beträgt laut PostAuto rund 30 Prozent. Von den Fahrgästen erhält der Bus Bestnoten.

Mit Haltestellen nicht zufrieden

«Die Kundenzufriedenheitsmessung des Kantons Aargau vom Herbst 2013 bestätigt die Beliebtheit des Ortsbusses Wohlen», hält PostAuto in ihrer Mitteilung fest. Die Kriterien Fahrpersonal, Sauberkeit der Fahrzeuge und Sicherheit wurden von den Kundinnen und Kunden durchwegs mit «sehr gut» bewertet. Optimierungsbedarf bestehe aus Sicht der Benützer jedoch bei der Haltestelleninfrastruktur. Zudem wünschten sich viele Fahrgäste ein zusätzliches Angebebot des Ortsbusses am Abend sowie am Sonntag.

Keine Angebotserweiterung

Das liegt aber vorderhand nicht drin: «Angebotserweiterungen am Abend nach 21 Uhr sowie am Sonntag sind trotz der erfreulichen Entwicklung zumindest kurzfristig nicht realisierbar», schreibt PostAuto. Der Ortsbus lebe sehr stark von den Fahrgästen an den Werktagen, insbesondere von Berufspendlern und Schülern. Zu den Randzeiten bestehe ein Angebot, das auch der Nutzung entspreche. PostAuto weist in diesem Zusammenhang auf das Nachttaxi hin, welches ab dem Bahnhof Wohlen von 21:19 Uhr bis zum Eintreffen des letzten S-Bahn-Zuges im Halbstundentakt verkehr.

Kantischüler legten mächtig zu

Für die Rekordfrequenzen im vergangenen Jahr sind vor allem auch die Kantonsschülerinnen und -schüler verantwortlich. Der Kurs Bahnhof–Kirchenplatz–Kanti–Bahnhof hat um über 81 Prozent zugelegt. Mit einem Zuwachs von 36,4 Prozent erwies sich auch der Kurs nach Anglikon als äusserst beliebt. Die Zunahme auf den übrigen Strecken liegt jeweils bei rund 20 Prozent, nur der «Haldenkurs» fällt mit einer Zunahme von 13,6 Prozent etwas ab.