Merenschwand
Opposition gegen geplantes neues Gemeindehaus in Merenschwand

Ein Flugblatt des Komitees «Pro Merenschwand» und der lokalen SVP ruft dazu auf, Nein zum neuen Gemeindehaus zu sagen. Der Gemeindeversammlung am 24. Juni wird ein Kredit von 670000 Franken für die Weiterbearbeitung des Projektes «Gio» vorgelegt.

Eddy Schambron
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Gegen die Pläne für ein neues Gemeindehaus in Merenschwand (hier die Präsentation des Siegerprojekts im Februar 2012) regt sich Widerstand.

Gegen die Pläne für ein neues Gemeindehaus in Merenschwand (hier die Präsentation des Siegerprojekts im Februar 2012) regt sich Widerstand.

Es gelte, bereits den Projektierungskredit zu verhindern und Nein «zu einem völlig überrissenen Gemeindehaus» mit Kosten von 10 Mio. Franken zu sagen, heisst es im Flugblatt. Das geplante Gemeindehaus bedeute sechs bis acht Steuerprozente für die Bevölkerung von Merenschwand. «Wollen wir dies, einen Luxusbau mit mindestens 2000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche für weniger als 15 Stellen mit 100-Prozent-Pensum?», fragen Komitee und Partei rhetorisch.

Ebenfalls als «völlig überrissen» wird in diesem Flugblatt die Leistung offener Jugendarbeit in Merenschwand während einer dreijährigen Pilotphase beurteilt. Sie ist mit 83 000 Franken pro Jahr veranschlagt. Die Kreditvorlage von 247 000 Franken für den Verein Jugend und Freizeit in Wohlen stehe für ein 50-Prozent-Pensum, «das so rasch als möglich auf 100 Prozent aufgestockt werden soll.» Dieses Projekt koste in den ersten drei Jahren ein, danach zwei Steuerprozente. «Eine Jugendförderung in den Vereinen ist viel zweckmässiger.»

Unterstützt wird vom Komitee und der SVP Merenschwand laut Flugblatt «eine Gemeindeverwaltung, integriert in einer neuen Überbauung Landi oder auf dem Gelände der heutigen Gemeindeverwaltung, die Realisierung eines zweckmässigen Feuerwehrlokals sowie eine rasche Realisierung des Kreisels verbunden mit dem Abriss des «Hirschen». Den Jugendlichen soll ein Jugendlokal zur Verfügung gestellt werden, welches in Eigenverantwortung durch die Jugendlichen betreut wird – «ohne überrissene externe Betreuung aus Wohlen, die die Jugendlichen gar nicht wollen.» Weiter wird die rasche Realisierung einer Dreifach-Turnhalle und des Rasensportplatzes sowie die Jugendförderung in den Dorfvereinen unterstützt.