Nach den 24 Vorstellungen, die bis jetzt durchgeführt wurden, zieht Präsidentin Myriam Rufer-Staubli aber eine positive Bilanz: «‹Die Bajadere› ist ein voller Erfolg und hat gegen 10 000 Besucher begeistert.» Dazu beigetragen hätten vor allem die wunderbare Musik, die tollen Solisten, die Inszenierung, das professionelle Orchester, der Chor wie auch die quirligen Ballettdamen, sagt Rufer.

Sie gibt aber zu, dass die Zuschauerzahlen etwas unter denjenigen der letzten Jahre liegen würden. «Dies ist aber nicht weiter erstaunlich, da ‹Die Bajadere› eine sehr selten gespielte Operette mit sehr geringem Bekanntheitsgrad ist.»

Muss man allenfalls Auswirkungen auf die nächste Produktion befürchten? Rufer verneint: «Nach dem Erfolg mit ‹Polenblut› vor zwei Jahren hatten wir das finanzielle Polster, um uns an ein Stück zu wagen, welches ein grösseres Risiko birgt, da es sehr unbekannt ist.» Daher seien keine Auswirkungen zu befürchten.

«Im Gegensatz zu einem Unternehmen sind wir ein Verein, dessen Mitglieder viele Stunden unentgeltlich arbeiten, um ein Projekt zu realisieren. Eine Gewinnmaximierung steht hier nicht im Vordergrund.» Der Verein wolle nicht nur bekannte Stücke aufführen, sondern die Besucher auch immer wieder mit unbekannten oder in Vergessenheit geratenen Operetten begeistern.

Obwohl wegen der geringen Bekanntheit mit einem kleineren Zuschauerstrom gerechnet worden war, sieht Rufer noch andere Gründe, warum nicht jede Vorstellung ausverkauft ist: «Das kulturelle Angebot in unserer Region ist riesig. Dazu kommt, dass die verbesserten Verkehrsverbindungen die Städte näher ‹heranrücken› lassen. Die Operettenbühne Bremgarten sieht sich somit einem grossen Wettbewerb ausgesetzt.»

Zudem würden die Ansprüche und Erwartungen der Zuschauer immer grösser. «Wir nehmen diese Herausforderung gerne an und möchten unsere Gäste mit jeder Produktion aufs Neue überraschen und begeistern», sagt die Präsidentin des Vereins Operettenbühne Bremgarten.

In der kommenden Woche finden die letzten drei Vorstellungen statt. Rufer ist auch für den Schlussspurt noch voller Elan: «Die vielen schönen Rückmeldungen von Besuchern zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Konkurrenz nicht zu scheuen brauchen. So werden wir auch an den verbleibenden Aufführungen unser Bestes geben, sodass unsere Zuschauer einen wundervollen Abend im Casino Bremgarten geniessen können.»

Letzte Aufführungen: Mittwoch, 15. Mai, 20 Uhr, Freitag, 17. Mai, 20 Uhr, Samstag, 18. Mai, 19 Uhr