Oberlunkhofen

Openeye-Festival: Hippies sollen mit Bauern tanzen

Sie freuen sich auf das abwechslungsreiche, alternative Line-up: Andi Hagenbuch, Lea Sonderegger und Sebastian Hagenbuch (von links). lis

Sie freuen sich auf das abwechslungsreiche, alternative Line-up: Andi Hagenbuch, Lea Sonderegger und Sebastian Hagenbuch (von links). lis

Das alternative Openeye-Festival auf einem Bauernhof in Oberlunkhofen geht am Wochenende in die 19. Runde. «Wir wollen, dass sich die Gäste nach dem Openeye an bunte Geschichten erinnern», sagt OK-Präsident Sebastian Hagenbuch.

Trotz einiger Neuerungen wird der beliebte Openeye-Spirit beibehalten. Bier und Musik gebe es überall, so Sebastian Hagenbuch. «Wir wollen, dass sich die Gäste nach dem Openeye an bunte Geschichten erinnern», sagt er.

Der OK-Präsident des bekannten Open Airs Openeye ist sich sicher: «Mit unseren bewährten Einmaligkeiten werden wir das auch in diesem Jahr wieder schaffen.» Am kommenden Wochenende geht das Openeye nämlich in die 19. Runde.

Am Freitag und Samstag werden nicht nur offene Augen, sondern vor allem offene Ohren belohnt: «Das Ziel ist, dass dieses 19. Openeye nicht einfach ein Überbrückungsfestival bis zum 20-Jahr-Jubiläum wird, sondern für sich etwas Spezielles», erklärt Hagenbuch.

Geschenk an Dorfeinwohner

Neben altbewährten Openeye-Eigenheiten, wie das abwechslungsreiche, alternative Line-up, die Non-Profit-Einstellung, die originellen Spiele auf der Kuhweide und die Eier («Eye»-er) als Währung, werden beim Openeye in diesem Jahr einige Neuerungen eingeführt.

«Zum Beispiel haben wir neu einen Band-Ansager. Er wird die Bands jeweils auf witzige Art und Weise ankünden, sodass die Leute wissen, wer hinter der Musik steckt, die sie gleich geniessen werden», so Hagenbuch.

Zudem wird am Samstag erstmals ein Improvisations-Theater aus Bremgarten auftreten, das die Zuschauer in einem Workshop mit einbezieht.

Ein neuer Küchenchef ist dafür verantwortlich, dass neuerdings veganes Chili und veganer Kebab angeboten wird, und als absolute Premiere wird die Volksmusikband «Echo vom Locherguet» auftreten.

«Das ist ein kleines Experiment», erklärt Hagenbuch. «Vielen Oberlunkhofern ist das Openeye zu alternativ. Und nur, um eine Wurst essen zu kommen, ist ihnen der Eintritt zu teuer.»

Als Geschenk ans Dorf habe das OK deshalb am Samstagnachmittag die Volksmusikgruppe engagiert, und der Preis wird zu dieser Zeit für alle Oberlunkhoferinnen und Oberlunkhofer auf zehn Franken reduziert. «Am besten wäre es, wenn unsere Hippies mit älteren Bauern vom Dorf pfeiferauchend abtanzen», lacht Hagenbuch.

Veganer liess Kälber frei

Die zehn OK-Mitglieder nehmen während der Intensiv-Phase des Openeyes jeweils zwei Wochen frei, um das ganze Open Air auf- und abzubauen. Um den Bauernhof von Hans und Marlis Hagenbuch in ein Festivalgelände zu verwandeln, braucht es gute Organisation und vor allem viele Helfer.

«Wir sind sehr dankbar für diese Location», so Hagenbuch. Auch wenn sich in der Vergangenheit auch schon ein paar Tücken gezeigt haben: «Vor zwei Jahren war ein Open-Air-Besucher, ein Veganer, nicht damit einverstanden, dass wir Kälber im Stall halten. Er hat sie kurzerhand freigelassen und wir mussten die fünf bis zehn Tiere dann wieder einfangen», schmunzelt er.

Dass sich das Openeye in den vergangenen 19 Jahren einen Namen geschaffen hat, zeigt sich daran, wie viele Bands sich um einen Auftritt auf einer der drei Bühnen reissen. «Wir haben für dieses Jahr rund 300 Demos zugeschickt bekommen», erzählt Lea Sonderegger, die für das Musikprogramm verantwortlich ist.

Von diesen 300 Bewerbungen habe es jedoch nur jemand ins Line-up geschafft. «Den ganzen Rest habe ich selbst ausgesucht. Ich habe immer genaue Vorstellungen im Kopf. Die Musik ist das Wichtigste, sie muss einfach zum Openeye passen.» Speziell: Alle Bands, die am Wochenende auftreten, haben noch nie zuvor am Openeye gespielt.

Sebastian Hagenbuch erklärt: «Es ist immer ein Spagat zwischen dem altbewährten Openeye-Groove, den die Leute schätzen, und ihnen zudem etwas Neues zum Entdecken bieten zu können.» Alle OK-Mitglieder sind sich einig, dass dieser Spagat auch in diesem Jahr gelungen ist.

Am Mittwochnachmittag findet wie in jedem Jahr der Kindernachmittag statt, heuer wird ein Jonglage-Künstler anwesend sein – gratis. Das Open Air vom Freitag, 28. Juni, und Samstag, 29. Juni, kostet für einen Tag 25 Franken, für zwei Tage 45 Franken. Alle Infos auf www.openeye.ch.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1