Das Freiamt ist prominent vertreten am diesjährigen Argovia-Fäscht auf dem Birrfeld. Mit der Band Al Pride hat es gar eine junge Band in das hochkarätige Line-up von heute Abend geschafft und sich einen Platz auf der Hauptbühne ergattert. Mit Bligg oder Stress treten nationale Grössen im Anschluss an die Freiämter auf.

Der bevorstehende Gig ist der bisher grösste für die Band und gemäss Drummer Nici Struchen aus Bremgarten ein Meilenstein. Für die vier Jungs um Sängerin Astrid Füllemann ist das dennoch kein Grund, nervös zu werden. «Wir wollen uns einfach so zeigen, wie wir sind», gibt sich Struchen abgeklärt. Die Vorfreude wird noch verstärkt durch den Heimspielcharakter des Konzerts: «Ich war früher immer als Gast auf dem Birrfeld und kenne bestimmt viele Leute aus dem Publikum», so der Bremgarter. An grosse Auftritte muss sich die Band vielleicht bald gewöhnen: Im Sommer steht ein Auftritt am Gurtenfestival auf dem Programm.

King Zebra führt Voting an

Nebst den grossen Namen auf der Hauptbühne bietet das Argovia-Fäscht zwischen den Hauptacts auf der kleineren mycoke-Bühne unbekannten Bands mit Potenzial eine erstklassige Auftrittsgelegenheit. Eine solche hat sich King Zebra um den Bremgarter Michael Mutter gesichert. Die Vorfreude bei Bassist Mutter ist gross: «Wir sind seit 2009 am üben, und das wird unser erster grosser Auftritt.» Selbstbewusst verspricht er: «Wir lassen es krachen.» Davon darf man ausgehen, hat die Band doch die einstige Kultband Kiss als Vorbild.

Ihr Ziel ist es aber nicht nur, ein tolles Konzert abzuliefern, sondern vor allem auch viele Onlinestimmen (auf mycokemusic.ch) zu ergattern. Denn ihr Konzert ist Teil des MyCocemusic Soundchecks 2012. «Der Sieger des Votings kommt mit drei anderen Bands ins Finale in der Härterei», weiss Mutter. Wer dort gewinnt, bekommt 20000 Franken und einen Plattenvertrag. Letztes Jahr hiessen die Sieger 77Bombay Street, die anschliessend den grossen Durchbruch schafften. Bis jetzt sieht es gut aus: King Zebra führt das Onlinevoting knapp vor den sechs Mitstreitern an.

Schüwo sorgt für alle Getränke

Die Schüwo AG aus Wohlen ist Exklusivlieferant für Getränke. «Das Argovia-Fäscht gehört nebst der Streetparade und dem Touch the Air Festival zu unseren grössten Aufträgen», sagt Geschäftsführer Urs Schürmann. Die Schüwo ist mit fünf Kühllastwagen vor Ort und versorgt sämtliche der über 50Beizli mit Getränken. «Wir haben sogar eine eigene IT-Infrastruktur am Fest aufgebaut», so Schürmann. «Dadurch können wir direkt vor Ort Rechnungen drucken.» Am meisten konsumieren die Festgänger Wasser, Eistee, Coca Cola und Bier, berichtet Schürmann. Er selbst wird am Samstag vor Ort sein, während an beiden Tagen 20 Mitarbeiter der Schüwo im Einsatz stehen.

«Löwen»-Wirt seit acht Jahren dabei

Als wahrer Argovia-Fäscht-Veteran kann sich Peter Wyrsch vom Restaurant Löwen, Boswil, bezeichnen: Bereits zum achten Mal pilgert er mit Chickennuggets, Pommes und Würsten im Gepäck ans Fest. «Wir bedienen unsere Gäste an zwei Ständen direkt vor der Bühne.» Angrenzend hat er eine Tanzbühne mit zwei Stangen aufgebaut, wo sich die Festgänger austoben können. Wyrsch hat erlebt, wie das Fest gross wurde. «Früher konnte man noch mit dem Auto aufs Gelände fahren», erinnert er sich. Das wurde ihm damals zu Verhängnis: «Mein Auto wurde mir vom Fest weg geklaut», lacht der Wirt.