Oberlunkhofen
Offene Ohren werden am Openeye belohnt

Bei der 18. Auflage des Festivals auf dem Bauernhof überzeugten vor allem einheimische Bands

Lisa Stutz
Drucken
Teilen
Impressionen vom Openeye-Festival
19 Bilder
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival
Impressionen vom Openeye-Festival

Impressionen vom Openeye-Festival

Aus den Lautsprechern tönt ein Mix aus Funk und Afrobeat, die Band «Journey to Ouagadougou» gibt alles auf der Bühne. Das Publikum tanzt losgelöst zu den abenteuerlichen Klängen. Die Stimmung ist entspannt, alle scheinen mit sich und der Welt im Reinen zu sein. Die zwei Security-Männer stehen in einer Ecke und haben nichts zu tun - die Atmosphäre ist so friedlich, wie man es nicht oft erlebt im Ausgang. Doch wen wundert's: Das Openeye-Festival auf dem Bauernhof in Oberlunkhofen ist einfach etwas Einzigartiges.

Nünist-eye und Eye-le mit W-eye-le
«Die Leute hier und das ganze Festival sind erfrischend unkompliziert. Die Stimmung ist der Hit und die Musik trifft genau unseren Geschmack», erzählen die Openeye-Besucherinnen Colette Schmid und Marielle Furter, während sie eine Tanzpause einlegen. «Ausserdem ist alles sehr gut organisiert», freuen sie sich.
An kreativen Ideen hat es den Veranstaltern offenbar nicht gefehlt, denn zur ultimativen Langeweile-Prävention kann auf der Zeltplatzwiese «Nünist-eye» oder «Eye-le mit W-eye-le» in Übergrösse gespielt werden. Wenn einen der Hunger überkommt, kann man den Crêpe-Stand, die srilankische Küche oder die Wurst-Ecke aufsuchen. Doch Vorsicht: Mit normalem Geld kann man an diesem Festival nicht bezahlen. «Die Währung am «Openeye» sind Eier («Eye»-er)», schmunzelt einer der Barmänner. So benötigt jeder Gast eine Eierkarte, um seine kulinarischen Wünsche zu stillen.

Rekord-Besucherzahl am Freitag
«Wo man hinschaut, haben alle ein Lächeln im Gesicht», freut sich Sebastian Hagenbuch, einer der Orga- nisatoren des Festivals. Er, seine OK-Kollegen und viele Helfer haben über eine Woche lang an der Verwandlung des Bauernhofs von Marlis und Hans Hagenbuch ins Openeye-Festgelände gearbeitet. «Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass niemand kommt. Unglaublich, jetzt sind so viele Leute hier, und die haben auch noch alle Spass», strahlt er. Am Freitagabend tummelten sich über tausend Besucher auf dem Festivalgelände. Das sei ein Rekord für den Freitag, so Hagenbuch. Am Samstag besuchten 1300 Leute das «Openeye». Dank ihnen übersteht das Festival auch das Gewitter am Samstagabend ohne Probleme, viele der Besucher und Besucherinnen helfen nämlich tatkräftig mit beim Blachen-Halten. «Hier verbindet das Publikum mehr als in einem Club, wo man nur hingeht, um sich zu betrinken», erklärt Sebastian Hagenbuch, «das Openeye ist etwas Besonderes».

Drei Highlights aus der Region
Am Openeye braucht man nicht nur offene Augen, sondern auch «Open ears». Musikalisch hat das Festival eine Menge zu bieten. Nationale wie auch internationale Künstler treten auf den insgesamt vier Bühnen auf. Die Highlights aus der Region sind die Hip-Hopper «Rapertoir» aus Bremgarten, die mit ihrem sehr stimmungsvollen schweizerdeutschen Rap überzeugen, und feststellen: «Hier ist es wirklich gemütlich, das sollte an jedem Open Air so sein.» Auch «Mister Marble» aus Wohlen, der Blues-, Folk- und Trash-Musik fabriziert, sorgte bei der 18. Auflage des Openeye für Stimmung. Während dem Auftritt von «Prisma» vom Mutschellen fängt es an zu regnen, doch weil die Band mit ihrem progressiven Rock so gut gefällt und eine spektakuläre Show abliefert, bleiben die Leute vor der Bühne stehen und nehmen den Regen in Kauf. «Schwellheim» kann wegen Krankheit ihres Sängers kurzfristig nicht auftreten, doch mit «Palkomuski» hat man einen perfekten Ersatz gefunden. Sie rocken mit ihrem explosi-ven Mix von Disko, Polka-Punk und Zigeunermusik die Hauptbühne. Am Sonntagmorgen schliessen dann noch die letzten Festivalbesucher ihre «Open eyes» und geben sich dem erholsamen Schlaf hin.

Aktuelle Nachrichten