Der ökologische Fussabdruck kam am Bremgarter Firmentreffen immer wieder zur Sprache. Alain Amhof, Geschäftsführer von Distrimondo, präsentierte das Unternehmen und erläuterte, wie Umweltbewusstsein Trends beeinflussen kann. Seit mehr als 34 Jahren vermarktet Distrimondo Verbrauchsmaterial in den Bereichen Gastronomie, Hygiene und Reinigung. Zur Produktpalette zählen Einweggeschirr, Handtuch-Rollenspender und individuell bedruckte Papiertaschen. Der Bereich «Einweg» stehe derzeit besonders im Fokus. «Bis vor wenigen Jahren bestanden diese Produkte aus Kunststoffen. Die Vorteile: Sie sind leicht und preisgünstig.» Das Problem: Plastik verrottet schlecht. In der Schweiz landen Kunststoffe meist in der Müllverbrennung, in anderen Ländern sei das anders. «Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind uns wichtig, auch wenn es in der Politik momentan keine starken Bestrebungen gibt, Plastik zu verbieten», erläutert Amhof. «Umso stärker geht die Nachfrage nach umweltbewussten Produkten von den Konsumenten aus.»

Interessiert nahmen die Teilnehmer Schalen aus Palmblatt oder Teller aus einem Zuckerrohrprodukt genauer in Augenschein. Nachdem es im Bereich Einweggeschirr jahrelang kaum Neuerungen gegeben habe, geschehe im Augenblick sehr viel. Diese Möglichkeiten seien aber meist teurer als Standardprodukte. Und: «Natürlich muss man sich bei den nachwachsenden Rohstoffen fragen, wie nachhaltig es ist, sie zu importieren, wenn es sie vor Ort nicht gibt.» Dennoch sei die Entwicklung sehr spannend.

Stadt würde gern mehr Aufträge lokal vergeben

Stadtammann Raymond Tellenbach nutzte den Anlass, um den Aspekt «Öffentliche Aufträge» anzusprechen. Lokale Unternehmen hätten sich in letzter Zeit benachteiligt gefühlt. Gesetze setzen dem Stadtrat jedoch enge Grenzen. Der Ammann führte aus: «Selbstverständlich möchten wir den ortsansässigen oder mindestens regionalen Betrieben den Vorzug geben. Je kleiner die Vergabesumme, desto mehr Freiheit haben wir, und das nutzen wir auch aus.» Bei grösseren Projekten sei das anders. Ihm sei es ein Anliegen, dass der begrenzte Handlungsspielraum der Stadt zur Kenntnis genommen werde. «Wir geben unser Bestes, um so oft wie möglich die lokalen Unternehmungen, die ja eine Top-Arbeit liefern, zu berücksichtigen.»