Öffentlicher Verkehr
Trotz Corona: Am 12. Dezember kommt das beste Bus-Angebot, das das Freiamt je hatte

Am 12. Dezember ist Fahrplanwechsel. Die Kommission Öffentlicher Verkehr Freiamt ist froh, dass das Zug-Angebot ins und aus dem Freiamt trotz Corona nicht verschlechtert wird. Über zwei Bus-Ausbauten ist sie sogar sehr glücklich.

Andrea Weibel
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Muri brauche keine Warnsignale vor durchfahrenden Zügen, heisst es seitens der SBB. Das enttäuscht die Kommission Öffentlicher Verkehr Freiamt.

Muri brauche keine Warnsignale vor durchfahrenden Zügen, heisst es seitens der SBB. Das enttäuscht die Kommission Öffentlicher Verkehr Freiamt.

Eddy Schambron (2015)

Wer vom 1,1-Milliarden-Loch bei den Einnahmen im nationalen Schienenverkehr liest oder mit Vertretern des Kantons spricht, muss man froh sein, ein aktuelles Angebot im öffentlichen Verkehr weiterführen zu können. Es müsse «gerettet werden, was zu retten ist», waren und sind die eindeutigen Worte seitens der Fachleute gegenüber der Freiämter Kommission Öffentlicher Verkehr. Dabei konnte diese mit dem «Südbahn-Express» erst noch vor Jahresfrist mit dem Kanton einen für die Zukunft bedeutenden Angebotsausbau feiern.

Hägglingen/Dottikon und Abtwil/Auw profitieren

Auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember hin stellte die Kommission 13 Begehren an den Kanton. Während jene, die den Bahnverkehr betreffen, auch aufgrund der aktuellen Situation nicht realisiert werden können, «darf sich das Freiamt im Busbereich doch auf die baldige Umsetzung zweier wichtiger Anliegen freuen», schreibt Kommissionspräsident Reto Widmer.

So wird in zwei Wochen ein neuer Bus-Frühkurs von Abtwil via Auw und Sins-Dorf den Anschluss an die S26 herstellen, sodass ab diesen Orten Zürich vor 7 Uhr erreicht werden kann. Die Gemeinden Hägglingen und Dottikon erhalten eine spätere Abfahrt der Busse ab Bahnhof Dottikon zu den Stosszeiten am Abend. Damit können die Anschlüsse der S25 aus Brugg noch abgenommen werden.

«Durch die Coronabremse nicht verlangsamen lässt sich die Kommission in ihren alten, bis heute wiederkehrend gestellten Begehren», schreibt Widmer weiter. So setzt sie sich für eine Führung beider S26-Züge bis Aarau (-Langenthal) ein, was vom Kanton verfolgt wird, aber erst nach einem Stellwerksausbau in Othmarsingen realisiert werden kann.

Ebenfalls Priorität hat die Eliminierung der Stillstandszeit der südwärts fahrenden Regionalzüge in Lenzburg. Mit Unterstützung des Kantons soll auch der Erhalt der S42 Freiamt-Zürich nie aus den Augen verloren gehen.

Enttäuschend: SBB erteilt mehrere Absagen

Enttäuscht ist die Kommission über die wiederholte Absage der SBB gegenüber den Halten der Interregio-Züge Basel-Locarno in Rotkreuz. Zudem sieht die Bahn keinen Bedarf für Warnungen vor durchfahrenden Zügen an den Bahnhöfen Wohlen und Muri.

Obschon der Kanton all diese Begehren mit unterstützt, wird die S25 auch weiterhin nicht in Boswil-Bünzen und die S26 nicht in Benzenschwil und Mühlau halten. Immerhin darf auf eine mittelfristige Einführung eines Abendzuges Zug-Freiamt gehofft werden, für den momentan das Rollmaterial noch fehlt.

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