Integration
Obligatorische Gespräche für alle Neuzuzüger in Wohlen?

Einwohnerrat Harry Lütolf schlägt vor, dass die Gemeinde künftig Begrüssungsgespräche für alle Zuzüger durchführt, sowohl für Ausländer wie auch für Schweizer.

Lukas Schumacher
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Einwohnerrat Harry Lütolf schlägt vor, dass die Gemeinde künftig Begrüssungsgespräche für alle Zuzüger durchführt, sowohl für Ausländer wie auch für Schweizer.

Einwohnerrat Harry Lütolf schlägt vor, dass die Gemeinde künftig Begrüssungsgespräche für alle Zuzüger durchführt, sowohl für Ausländer wie auch für Schweizer.

Archivbild

CVP-Einwohnerrat Harry Lütolf hält obligatorische Begrüssungsgespräche für Ausländer und Schweizer, die nach Wohlen zügeln, für eine vorteilhafte Sache.

Per Motion schlägt Lütolf dem Gemeinderat vor, dem Einwohnerrat einen entsprechenden Entwurf zu unterbreiten.

Via Entwurf solle entweder die bestehende Wohler Gemeindeordnung abgeändert oder ein neues Gemeindereglement geschaffen werden.

Infos und Fördermassnahmen

Lütolf ist vom Nutzen solcher Begrüssungsgespräche überzeugt: «Die Zuzüger könnten dabei auf Pflichten und Gepflogenheiten in der Gemeinde Wohlen sowie auf vorhandene Angebote aufmerksam gemacht werden. Zudem könnten so Ausländerinnen und Ausländer mit fehlenden Kenntnissen über Sprache, Land und Leute in geeignete Fördermassnahmen geführt werden».

Nach Lütolfs Ansicht wäre es sehr wünschenswert, wenn der Integrationsprozess vor Ort, in der neuen Wohnsitzgemeinde, entweder in Gang gebracht oder fortgeführt werden kann.

«Eine gelungene Integration vermeidet nicht zuletzt hohe Folgekosten», argumentiert der Motionär, «eine verpatzte Integration kann kostspielig werden.»

Gemäss seinem Vorschlag sollen die obligatorischen Begrüssungsgespräche durch Angestellte der Einwohnerkontrolle Wohlen oder durch geschulte Informationsbeauftragte geführt werden.

Wohlen hätte Vorreiterrolle

Bund und Kanton schreiben den Gemeinden keine Begrüssungsgespräche für Zuzüger vor. Sollte Lütolfs Motion Akzeptanz finden, würde die Gemeinde Wohlen eine Vorreiterrolle übernehmen.

Falls ein Begrüssungsgespräch aus sprachlichen Gründen gar nicht durchgeführt werden kann, schlägt Lütolf einen neuen Termin vor, wozu dann ein Dolmetscher beigezogen würde. Die Kosten des Sprachübersetzers sollen die Neuzuzüger tragen.

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