«Wir wollen vor den Sommerferien mit dem Bau des neuen Feuerwehrlokals beginnen», sagt Gemeindeammann Andreas Glarner. Dies, nachdem bereits vor einem Jahr die Rede vom Baubeginn für Sommer 2012
gewesen war. «Es hat Verzögerungen seitens der Planung gegeben. Wir sind rund sechs Monate in Verzug», erklärt Glarner einen Teil des Rückstandes. Bewilligt wurde der Neubau des Feuerwehlokals in Oberwil-Lieli bereits an der Gemeindeversammlung im Juni 2010. Ein weiterer Grund für die lange Wartzeit bis zum Spatenstich sei die Ausschreibung der Arbeiten, wie sie bei öffentlichen Bauten erfolgen muss. Dafür soll die Bauphase kurz werden. Mit rund sechs Monaten rechnet Glarner.

Das neue Feuerwehrlokal ist nötig, weil die Ortsfeuerwehr wegen des Bevölkerungszuwachses in eine höhere Grössenklasse eingeteilt und zudem auch für den Ersteinsatz im Tunnel zuständig wurde. Am bisherigen Standort herrscht Platznot, doch gibt es keine Möglichkeiten für einen Ausbau. Der 3,65 Millionen teure Neubau beim Dorfeingang nahe beim Tunnel wird neben der Infrastruktur für die Feuerwehr auch eine Entsorgungshalle beinhalten.

3,9 Millionen für Kindergarten

Gleichzeitig mit dem Feuerwehrmagazin wurde auch der Neubau eines Kindergartens für 3,9 Millionen bewilligt. Nach einer Einsprache
des Heimatschutzes, die abgewiesen wurde, erfolgte dieses Jahr – ebenfalls später als vorgesehen – die Ausschreibung für die Architekturarbeiten. «Weil wir eine Milizbehörde sind und nicht alle anstehenden Geschäfte miteinander erledigen können, hat sich das Projekt um rund drei Monate verzögert», erklärt Glarner.

Im April soll aber der Auftrag für die Planungsarbeiten vergeben werden, sodass die Bauarbeiten ebenfalls noch in diesem Jahr, allerdings erst nach den Sommerferien, beginnen könnten. «Auf die Herbstferien 2014 sollte der Neubau fertig sein. Eventuell braucht es vorher ein weiteres Provisorium», sagt Glarner. Bereits heute werden die Kindergärtler in einem Provisorium unterrichtet, ab dem Schuljahr 2014/15 soll zusätzlich eine zweite Kindergartenklasse geführt werden.

Der Neubau wird ein Gebäude mit drei Kuben, in denen zwei Kindergärten, ein Mehrzweckraum sowie Musik- und Jugendräume untergebracht sind. Abgerissen wird dafür allerdings das alte Schulhaus, wogegen sich die Denkmalpflege sowie der Heimatschutz lange zur Wehr setzten. Bereits an der «Wintergmeind» 2007 hatten sich die Stimmbürger für die nun zu realisierende Variante ausgesprochen.