Oberfreiamt
Oberfreiämter Gemeinden spannen bei Schulsozialarbeit zusammen

Fünf Gemeinden im Oberfreiamt spannen bei der regionalen Schulsozialarbeit zusammen. Abtwil, Auw, Dietwil und Oberrüti kaufen Leistungen in der Standortgemeinde Sins ein.

Eddy Schambron
Drucken
Teilen
Die regionale Schulsozialarbeit im Oberfreiamt hat ihren Standort in Sins - im Bild das Primarschulhaus Letten.

Die regionale Schulsozialarbeit im Oberfreiamt hat ihren Standort in Sins - im Bild das Primarschulhaus Letten.

Die Schulkreisgemeinden Abtwil, Auw, Dietwil und Oberrüti wollen sich neu an den Dienstleistungen der Regionalen Schulsozialarbeit beteiligen. Dies geschieht mit einer regionalen Organisation und ohne finanzielle Folgen für die Standortgemeinde Sins. Die Grundlagen für die Zusammenarbeit werden in einem Gemeindevertrag geregelt. Die einzelnen Anschlussgemeinden lassen ihre neuen Verpflichtungen durch ihre Gemeindeversammlungen bewilligen.

Der Gemeinderat Sins hält fest: «Durch das veränderte gesellschaftliche Umfeld zeichnet sich immer mehr Bedarf an schulisch-sozialen Dienstleistungen ab. Weil die Schule im Zentrum des Gemeinschaftslebens und somit im Brennpunkt auch von Problemen steht, ist in Sins bereits 2006 eine lokale Schulsozialarbeit installiert worden. In einer Projektphase von zwei Jahren wurden erste Erfahrungen in der Schulsozialarbeit gesammelt.

Nach der definitiven Einführung 2008 wurde im Bereich der Schulsozialarbeit mit einem 60 Prozent-Pensum gearbeitet. Die nachträgliche Pensenerhöhung ist aufgrund der Entflechtung zwischen Jugend- und Schulsozialarbeit entstanden. Zum neu organisierten 80 Prozent-Pensum ist befristet ein Praktikumsplatz bewilligt worden.

Die personelle Organisation am Schulstandort Sins soll nun durch die gewünschten Dienstleistungen der anderen Schulkreisgemeinden erweitert werden. Somit entstehen für die Gemeinde Sins keine Mehrkosten. Die angeschlossenen Gemeinden werden lediglich die gewünschten Leistungen im auszubauenden Kompetenzzentrum einkaufen. Vorerst soll die Schulsozialarbeit in denvier Gemeinden Abtwil, Auw, Dietwil und Oberrüti für eine Pilotphase von drei Jahren eingeführt werden. Die Einführung der regionalen Schulsozialarbeit ist auf 1. Januar 2014 geplant.

Die Einführung der Regionalen Schulsozialarbeit beruht auf einem von Vertretern der Gemeinden Abtwil, Auw, Dietwil, Oberrüti und Sins erstellten Konzept. Bezüglich Organisation der Schulsozialarbeit liegt die strategische Führung bei der Schulpflege Sins. Der Gemeinderat Sins ist für die Anstellung der Mitarbeiter der Schulsozialarbeit verantwortlich.

Die Mitsprache der Schulen wird durch die jährlich stattfindende Sitzung der Schulpflege sichergestellt. Die Pensen der Schulsozialarbeit werden von jeder Gemeinde individuell festgelegt und bei der Standortgemeinde beantragt. Jede Schule hat eine geeignete Infrastruktur für die Einsätze vor Ort zur Verfügung zu stellen. Für die beteiligten Gemeinden werden die Kosten jährlich, aufgrund einer Vollkostenrechnung, weiter verrechnet. Die Zuständigkeit für den Abschluss des Gemeindevertrags über die Schulsozialarbeit in der Region Sins liegt bei den jeweiligen Gemeindeversammlungen.

Aktuelle Nachrichten