Villmergen
Obere Mühle: Als neue Heimleitung wäre auch ein Quereinsteiger denkbar

Im Seniorenzentrum Obere Mühle muss der Vorstand des Altersheimvereins Villmergen-Dintikon vier Kaderstellen neu besetzen. Laut nterimsleiter Manfred Breitschmid «fahndet» man nach einer Person mit Führungserfahrung und menschlichen Qualitäten.

Jörg Baumann
Drucken
Teilen
Interimsleiter Manfred Breitschmid (links), Vereinspräsident Mike Lauper, Violeta Kostic, Leiterin Pflege und Betreuung, und Vizepräsident Wolfgang Meyer, Haus- und Heimarzt.

Interimsleiter Manfred Breitschmid (links), Vereinspräsident Mike Lauper, Violeta Kostic, Leiterin Pflege und Betreuung, und Vizepräsident Wolfgang Meyer, Haus- und Heimarzt.

Jörg Baumann

Auf der Suche nach einer neuen Heimleiterin oder eines Heimleiters im Seniorenzentrum Obere Mühle lässt sich der Vorstand des Altersheimvereins Villmergen-Dintikon die notwendige Zeit. Laut dem Interimsleiter Manfred Breitschmid «fahndet» man nach einer Frau oder einem Mann mit Führungserfahrung und menschlichen Qualitäten, die oder der auf die Menschen zugeht und nicht zuwartet, bis man ihn kontaktiert. «Wir sind bei der Anstellung nicht unter Zeitdruck», betonte Mike Lauper (Dintikon), der neue Präsident des Trägervereins, gestern vor den Medien. «Auch eine Persönlichkeit, die quereinsteigen will, könnte infrage kommen.» Hier sei man offen. Die Kaderstelle wird in den nächsten Wochen ausgeschrieben.

Keine Abwerbung

Man sei mit möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten im Gespräch, sagte Lauper. Als knallharter Headhunter sieht sich der Präsident nicht. Man wolle keinem Betrieb jemanden abwerben. Die Anstellung soll zwischen Spätherbst und Ende 2015 erfolgen. Laut Lauper soll Breitschmid die neue Leiterin oder den Leiter in der Einarbeitungsphase coachen.

Neben der Heimleitung müssen drei weitere Kaderstellen besetzt werden. Gesucht werden neue Leiterinnen oder Leiter der Bereiche Verpflegung und Hauswirtschaft, da der Küchenchef Klaus Bräuer im Februar pensioniert wird und sich die Hauswirtschaftsleiterin Christa Huber aus dem Erwerbsleben zurückziehen will, nachdem sie dem Heim über das Pensionsalter hinaus treu geblieben ist.

Weiter muss die vakante Stelle der Stellvertreterin der Bereichsleiterin Pflege und Betreuung, Violeta Kostic, besetzt werden. Kostic teilte mit, dass im Heim das Wohngruppensystem eingeführt werde. Der Umstellungsprozess ist weit fortgeschritten, aber noch im Gang. Bisher war das Pflege- und Betreuungspersonal im Schichtbetrieb im ganzen Heim tätig. Das neue System mit der individuellen Pflege bringt den Vorteil, dass das Personal sich an die ihm anvertrauten Bewohner gewöhnen kann – und umgekehrt.

Mehrgenerationenhaus als Vision

Auf der Agenda des Trägerverein-Präsidenten Mike Lauper steht, dass das Heim nach der durchgestandenen Krise wieder in ruhige Gewässer geführt werden soll. Stabilität und eine offene Kommunikation seien ihm wichtig, sagte er. Das Wohl der Mitarbeitenden und der Bewohner stehe zuoberst.

Der Vorstand habe viele Ideen im Köcher, so etwa auch den Aufbau eines Mehrgenerationenhauses, als Ergänzung zu den 14 neben dem Seniorenzentrum bestehenden Alterswohnungen. «Wir verfolgen aber die Politik der kleinen Schritte – eines nach dem anderen», sagte Lauper weiter. Am Dienstag, 9. Juni, hält der Gerontologe Paul Steiner aus Muri um 19.30 Uhr im Heim einen öffentlichen Vortrag über Menschen, die unter Demenz leiden.

Aktuelle Nachrichten