Wohlen

Nur die Gemeinderäte Jauslin und Kuhn zögern noch

Matthias Jauslin (FDP) und Urs Kuhn (Grüne) wissen noch nicht, ob sie wieder antreten.

Matthias Jauslin (FDP) und Urs Kuhn (Grüne) wissen noch nicht, ob sie wieder antreten.

Die Arbeit scheint den Wohler Gemeinderäten Spass zu machen – die meisten kandidieren erneut. Nur der Grüne Urs Kuhn und Vizeammann Matthias Jauslin von der FDP haben sich noch nicht entschieden, ob sie wieder antreten werden.

Erneut antreten wird Ruedi Donat (CVP), der 1986–1989 und 2006–2009 im Einwohnerrat war und seit 2010 im Gemeinderat ist. Seine Sicht auf die Politik habe sich als Gemeinderat nicht wesentlich verändert, so Donat: «Als Gemeinderat stelle ich einfach fest, dass das nötige Vertrauen manchmal fehlt. In unserem System sind die Rollen klar verteilt. Wenn diese wahrgenommen würden, wie sie müssten, wäre vieles einfacher.»Als spannendstes Projekt in der vergangenen Amtsperiode bezeichnet er den Umbau der Isler Villa zum Strohmuseum im Park. «Die Eröffnung in zwei Wochen ist sicher ein Höhepunkt.»

Auch Bruno Breitschmid (parteilos) kandidiert erneut: «Der Entscheid ist mir sehr leicht gefallen, denn ich bin überzeugt einen guten Job zu machen und dies parteineutral, nur den Einwohnerinnen und Einwohner von Wohlen verpflichtet.» Dass der Gemeinderat eine reine Männerrunde ist, stört ihn nicht. «Das hat keinen Einfluss auf die Ausführung der Geschäfte. Wichtig ist doch das Ziel, unser Wohlen weiterzubringen.»

«Wünsche mir Durchmischung»

Etwas anders sieht das Arsène Perroud (SP): «Es ist sicher nicht ideal, dass keine Frau im Gemeinderat Wohlen vertreten ist. Ich wünsche mir grundsätzlich eine gute Durchmischung der Gremien auf allen Ebenen.» Dies bezieht Perroud auch auf das Alter und die soziale Herkunft. «Dadurch werden Fragestellungen von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Aber Mühe habe ich keine mit der reinen Männerrunde.»

Urs Kuhn (Grüne) pflichtet Perroud bei: «Es ist auf alle Fälle erstrebenswert, wenn der Gemeinderat möglichst ausgewogen mit Frauen und Männern besetzt ist.» Kuhn hat sich noch nicht definitiv für eine Kandidatur entschieden. Reizvoll an den Aufgaben eines Gemeinderats findet er die Mitgestaltung sowohl im Kollegium als auch mit Fachleuten der Verwaltung und bei der Behandlung der Vorlagen im Einwohnerrat. «Da wird Politik für mich greifbar und ich habe die Möglichkeit, einen konkreten Beitrag zur Gestaltung und Weiterentwicklung da zu leisten, wo ich lebe.»

Auch Gemeindeammann Walter Dubler kandidiert für eine weitere Amtsperiode. «Die Arbeit ist sehr vielseitig und herausfordernd. Ich habe mit vielen Menschen und Aufgaben unterschiedlichster Natur zu tun», so Dubler. Als wichtigste Aufgaben nennt er unter anderem die Aufwertung der Zentralstrasse, Beschaffung von Schulraum und den Umgang mit dem Schwimmbad und der regionalen Eisbahn. Ausserdem müsse auf eine Neuregelung des Finanzausgleichs hin gewirkt werden: «Dieser stimmt nicht mehr. Zentrumsgemeinden müssen zur Zeit zu hohe Lasten tragen.»

Erneut eine Kampfwahl?

Paul Huwiler (CVP) bestätigt ebenfalls seine Kandidatur, vorausgesetzt, seine Partei nominiert ihn. «Ich will noch einige Sachen erledigen, zum Beispiel beim Thema Schule. Ich bin eingearbeitet, ich denke das ist schon ein Vorteil», so Huwiler. Noch offen ist, ob er wie vor vier Jahren für das Amt des Gemeindeammanns kandidiert: «Ich habe mich noch nicht entschieden.»

Vizeammann Matthias Jauslin (FDP) wird seinen Entscheid betreffend Kandidatur erst kurz vor den Sommerferien fällen. «Daher wäre es nun falsch, auf Eventualfragen einzugehen», teilt er mit.

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