Raumplanung

Nur Berikon und Sins können im Freiamt ihr Bauzone ausweiten

Sins, die flächenmässig grösste Gemeinde im Aargau, darf sein Baugebiet um 2,3 Hektaren vergrössern.

Sins, die flächenmässig grösste Gemeinde im Aargau, darf sein Baugebiet um 2,3 Hektaren vergrössern.

Der Kanton Aargau will in der Siedlungsplanung die Weichen für eine Verdichtung stellen. Für das Freiamt bedeutet das: Nur zwei Gemeinden dürfen ihr Bauland vergrössern, nämlich Sins und Berikon.

Der Kanton Aargau will die starke Zersiedelung eindämmen (az vom 16. Mai). Er setzt auf Verdichtung und schiebt Bauzonenvergrösserungen einen Riegel. Gemäss den neuen Vorschlägen zur Siedlungsplanung dürfen nur 23 Aargauer Gemeinden ihr Baugebiet vergrössern; weitere sechs Gemeinden, wovon keine im Freiamt, müssen Bauland-Auszonungen hinnehmen.

Freiamt: ein Plus von 3,7 Hektaren

Zu den 23 Gemeinden, die ihr Bauland ausweiten können, gehören die zwei Freiämter Gemeinden Sins und Berikon. Im Oberdorf der ländlichen Zentrumsgemeinde Sins wird eine Baugebietsvergrösserung von 2,3 Hektaren vorgeschlagen. Weitere Neueinzonungen im Oberfreiamt sind nicht vorgesehen. Berücksichtigung in der Gesamtvorlage fanden aber die soeben erneuerten Nutzungsplanungsverfahren mit Siedlungserweiterung in den zwei Gemeinden Muri und Abtwil.

In der Region Mutschellen-Reusstal-Kelleramt wird nur Berikon eine Neueinzonung gestattet. Das rund 1,3 Hektaren grosse Gebiet befindet sich östlich des Mutschellenknotens in der Nähe der Kantonsstrasse/Bahnlinie Richtung Rudolfstetten. Ebenfalls in die Gesamtvorlage nahm der Kanton die kürzlich erneuerten Nutzungsplanungen der Gemeinden Oberlunkhofen, Widen und Zufikon.

Zu keiner Neueinzonung kommt es in den Gemeinden des Unteren Bünztals. Ebenfalls Berücksichtigung finden die erneuerten Nutzungplanungen/Bauzonenpläne der zwei Gemeinden Waltenschwil und Wohlen.

Vier Freiämter Wohnschwerpunkte

Im Rahmen der neuen kantonalen Siedlungsplanung sind Wohnschwerpunkte bezeichnet worden. Die Kantonsstellen setzten 19 Wohnschwerpunkte im Aargau fest, darunter vier im Freiamt: Bremgarten mit dem Gebiet Au als urbaner Entwicklungsraum, Muri mit dem Gebiet Bahnhof/Brüel/Zentrum, Wohlen mit dem Gebiet Bahnhof-Süd als Kernstadt sowie der Mutschellenknoten Berikon, Rudolfstetten, Widen als urbaner Entwicklungsraum.

Den 19 Wohnschwerpunkten will man total 50 Hektaren Siedlungsfläche zuweisen. Dies in der Absicht, sowohl hochstehende Siedlungserneuerungen und -verdichtungen in den überbauten Teilgebieten als auch qualitätsvolle Entwicklungen in unüberbauten Gebieten zu erreichen.

In allen Aargauer Gemeinden liegen die Dossiers und Dokumente über die Siedlungsplanung zur Einsichtnahme öffentlich auf. Parteien, Verbände und Privatpersonen können Stellung dazu nehmen. Anfang 2015 gelangt das Gesamtpaket in den Grossen Rat, zuletzt werden Bundesstellen und Bundesrat die aargauische Siedlungsplanung beurteilen.

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