Freiamt
Nur auf die Kanzlei, wenn es zwingend ist

Gemeindeverwaltungen reagieren unterschiedlich auf Corona – von normalen Schalteröffnungszeiten bis zur Schliessung ist alles dabei.

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Die Schalter der Gemeinde Wohlen bleiben vorerst wegen Corona geschlossen.

Die Schalter der Gemeinde Wohlen bleiben vorerst wegen Corona geschlossen.

Andrea Weibel

Wohlen machte gestern die Gemeindeverwaltung mehr oder weniger dicht, einige kleinere Gemeinden ebenfalls, Bremgarten, Muri oder Sins liessen die Schalter vorerst noch ganz normal zugänglich, andere Gemeinden machen Termine nur nach Vereinbarung. Und jederzeit kann sich eine Entscheidung ändern. Allen Gemeinden gemeinsam ist aber, dass sie ihren Betrieb aufrechterhalten und Änderungen für die Bevölkerung laufend auf ihren Webseiten aktualisieren.

Sämtliche Online-Dienstleistungen, E-Mail-Verkehr und telefonische Kontakte stehen uneingeschränkt zur Verfügung, teilt die Gemeinde Wohlen mit. In Ausnahmefällen könnten Kundentermine nach vorheriger telefonischer Vereinbarung trotzdem wahrgenommen werden. Dazu wird der Infoschalter im Parterre öffnen und ein eigener Besprechungsraum im ­Parterre zur Verfügung stehen. «Sitzungen beratender Kommissionen werden abgesagt beziehungsweise verschoben. Es treten nur noch die Führungsgremien zusammen.»

So lange wie möglich normal zugänglich

In Muri war gestern auf der Verwaltung vorerst alles normal offen. «Wir folgen den Empfehlungen des Bundes, um die Gesundheit des Personals und der die Gemeindeverwaltung aufsuchenden Personen zu schützen», erklärt Gemeindepräsident Hanspeter Budmiger. Je nach Entwicklung würden Anpassungen vorgenommen, beispielsweise nur noch ein einziger Zugang zur Verwaltung offen gehalten. Sitzungen würden wenn möglich abgesagt. Und Budmiger setzt auch ein grosses Fragezeichen zur im Juni anberaumten Einwohnergemeindeversammlung. «Ich habe da so meine Zweifel, dass wir sie dann schon durchführen können.»

Schliesslich ermuntert der Gemeinderat Einwohnerinnen und Einwohner, welche über kein privates Netzwerk verfügen und im Alltag Unterstützung benötigen, zum Beispiel beim Einkaufen, sich telefonisch an die Gemeindekanzlei Muri zu wenden. Diese werde die Anfragen dann koordinieren und an die zuständige Stelle weiterleiten.

Kehrichtmarken gibt’s auch auf Rechnung

Dottikon, Waltenschwil und Sarmenstorf haben die Schalter geschlossen. «Die Schaltersituationen im Gemeindehaus Sarmenstorf bieten zu wenig Distanz, beziehungsweise Schutz, und die Toiletteneinrichtungen sind für Mitarbeitende und für die Kundschaft zugänglich.» Aristau hat ebenfalls geschlossen. «Die Kehricht- und Grüngutmarken können daher vorläufig telefonisch zu einem Mindestbetrag von 20 Franken auf Rechnung bestellt werden», heisst es in den Gemeinderatsmitteilungen.

Andere haben noch geöffnet oder zumindest teilweise geöffnet. «Vorderhand werden die Öffnungszeiten nicht angepasst. Alle Besucherinnen und Besucher sind gebeten, sich nach Möglichkeit vorher telefonisch anzumelden», heisst es in Rottenschwil. In Rudolfstetten-­Friedlisberg, normal geöffnet, wurden zwecks Einhaltung des Sicherheitsabstands bauliche Massnahmen an den beiden Schalteranlagen vorgenommen. «Der Gemeinderat bittet alle Bürgerinnen und Bürger, nur in wirklich dringenden Fällen den Schalter der Gemeindeverwaltung persönlich zu konsultieren», halten Arni oder Unterlunkhofen fest. In Uezwil wieder­um wird die Bevölkerung aufgefordert, «die Kontakte mit Behörde und Verwaltung auf das Notwendige zu reduzieren, bzw. so viele Anliegen wie möglich über Telefon oder E-Mail abzuwickeln.» In Abtwil werden die Öffnungszeiten beschränkt und die Schalter sind jeweils am Dienstag, Mittwoch und Freitag geschlossen.