Vor 85 Jahren hat Otto Notter das gleichnamige Baugeschäft in Wohlen gegründet und seither war sein Vorname omnipräsent. Der Name Otto bleibt neu nur noch in der Otto Notter Holding, dem strukturellen Firmendach. Die einzelnen Geschäftsbereiche werden per 1. Januar 2016 neu gegliedert. Die bisherige Bezeichnung Otto Notter Hoch- und Tiefbau AG gibt es nicht mehr und auch die Namen Käppeli Bau AG, Wohlen und Neustra AG verschwinden. Unter dem Holding-Dach agieren künftig die Notter Hochbau AG mit Hauptsitz in Wohlen und Filiale in Aarau-Rohr, die Notter Tiefbau AG ebenfalls mit Hauptsitz in Wohlen und Filiale in Zürich sowie die Notter Immo AG mit Hauptsitz in Wohlen. Die Bezeichnungen Kieswerk Otto Notter AG mit Hauptsitz in Stetten und Reussbelag AG, Bremgarten bleiben.

Für die Kunden und die Mitarbeitenden ändert sich nichts. «Die Änderungen waren zur Vereinfachung unserer Gesellschaftsstruktur nötig», erklärt Ralph Notter, Inhaber und CEO des Unternehmens.

Hauptsitz zügelt 80 Meter

Sämtliche unter der bisherigen Struktur abgeschlossenen Verträge und offerierten Angebote behalten ihre Gültigkeit und auch die Ansprechpartner sind dieselben. Neben Ralph Notter gehören zur Geschäftsleitung Kurt Notter (Marketing, Liegenschaften, Event-Manager), Urs Scheidegger (Hochbau), Stefan Hohl (Tiefbau), Paul Weiss (Kieswerk und Reussbelag) und Martin Koch (Finanzchef). Neben den Firmenbezeichnungen wird auch der Hauptsitz neu. Im Laufe des nächsten Jahres wird er 80 Meter weit von der Aeschstrasse 20 an die Aeschstrasse 10 gezügelt, in jenes Gebäude, in dem zurzeit noch die Integra eingemietet ist. «Mit diesem Umzug geht eine lange Ära zu Ende, aber wir freuen uns auf die deutlich besseren Platzverhältnisse», sagt Ralph Notter.

Erste Baubewilligung erhalten

In diesen Tagen hat das Unternehmen auch eine erste Baubewilligung für den geplanten Umzug des Werkhofes ins Gebiet Seewadel erhalten. Vorab soll an der Frohburgstrasse ein Kiesplatz realisiert werden. «Wir werden dort vorerst einen Lagerplatz einrichten und im nächsten Jahr die ersten Maschinen und Gerätschaften von der Aeschstrasse dorthin verlagern. In den nächsten zwei bis drei Jahren wollen wir nach und nach die Baugesuche für die nötigen Hallen und Werkstätten einreichen und die entsprechenden Gebäude realisieren», erklärt der Notter-CEO.

Ebenfalls bereits in Arbeit ist in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wohlen die Entwicklung eines Gestaltungsplans für das Aesch-Areal, welches mit der Aussiedlung frei wird. «Mit dem Auszug unseres Werkhofes erfährt dieses Gebiet eine deutliche Aufwertung. Unser Ziel ist es, hier ein schönes neues Wohnquartier zu realisieren», sagt Ralph Notter.

Mit Geschäftsgang zufrieden

Detaillierte Zahlen zum Geschäftsgang gibt die private Aktiengesellschaft nicht bekannt. Das Unternehmen bewege sich auf dem «nach wie vor harten Pflaster Baubranche» gut, erklärt der CEO. Die klare Aufstellung des Unternehmens sei dabei ein Vorteil: «Wir können davon profitieren, dass wir die Baustoffe Beton, Kies und Belag aus der eigenen Gruppe beziehen können und mit unseren eigenen Kies-Abbaustellen auch über entsprechende Rohstoff-Ressourcen verfügen».

Ein wertvolles Kapital sei auch die Belegschaft: «Wir verfügen über ein erfahrenes Kader, die meisten Leute arbeiten schon über 20 Jahre in unserem Unternehmen und wir können auch auf den Baustellen auf viele langjährige, gut ausgebildete Mitarbeitende zählen», lobt der Chef.

Notter beschäftigt in der ganzen Gruppe rund 200 Leute, den Grossteil davon in Wohlen, rund 25 in Aarau, 30 in Stetten und Bremgarten sowie 10 Personen in Zürich.