Noch in diesem Monat wird die Windpark Lindenberg AG die Standorte der geplanten Windenergieanlagen festlegen. Der inzwischen im Zusammenhang mit der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erreichte Untersuchungsstand erlaube diesen Schritt. «Nach der konkreten Standortfestlegung müssen die Erkenntnisse aus den Untersuchungen im Rahmen der UVP anhand eines konkreten Windanlagetyps für die gewählten Standorte überprüft, verfeinert und wo nötig mit Schutz- oder Ersatzmassnahmen versehen werden», heisst es in einer Mitteilung. Für das Projekt Lindenberg hat die Windpark Lindenberg AG den Maschinentyp gewählt: General Electric 5.3-158. Diese Windenergieanlage hat eine Gesamthöhe von 229 Metern und eine Leistung von 5,3 Megawatt. Eine Abstimmung in der Standortgemeinde Beinwil zur Nutzungsplanänderung wird nach jetzigem Planungsstand Mitte 2021 sein.

Bevölkerung kann mitwirken

Die Resultate der standort- und maschinenabhängigen Überprüfung werden im Umweltverträglichkeitsbericht zuhanden des Kantons festgehalten. Ende August soll dieser Bericht beim Kanton zur ersten Vorprüfung eingegeben werden. Gleichzeitig erhält die Bevölkerung die Möglichkeit zur Mitwirkung. Diese soll voraussichtlich im Herbst stattfinden und wird von einer Ausstellung begleitet. Auch die Einwohnerinnen und Einwohner der umliegenden Gemeinden können sich hier äussern. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung fliessen in die Vorprüfung durch den Kanton ein.

Im März 2020 ist dann die Stellungnahme des Kantons zu jenen Umweltfragestellungen zu erwarten, die für eine Zonenplanänderung während der Betriebsphase entscheidend sind. In der Folge wird die Windpark Lindenberg AG die Ansprüche des Kantons in die weitere Planung aufnehmen. «Das kann unter Umständen auch Projektanpassungen zur Folge haben», wird festgehalten. Das überarbeitete Projekt wird vom Kanton erneut geprüft. Erst wenn die kantonalen Fachstellen ihr grünes Licht geben, kann der Antrag zur Nutzungsplanänderung an die Gemeinde Beinwil gestellt und damit eine Abstimmung in der Standortgemeinde durchgeführt werden, nach jetzigem Planungstand Mitte 2021.

Mit diesen Informationen dokumentiert die Windpark Lindenberg AG den Planungsfortschritt seit der Ausstellung zum Planungsstand im September 2018. In einem Interessen- beziehungsweise Begleitgruppenprozess werden seit März 2018 die Anliegen aus der Bevölkerung diskutiert. Im Rahmen dieses Prozesses würden nicht nur die Ergebnisse aus der Umweltverträglichkeitsprüfung diskutiert, sondern auch Themen wie Infraschall, Abgeltungs- und Ausgleichsmassnahmen, Besucherströme, Immobilienwerte, Naherholung und Visualisierungen. Bei der UVP selber beschränke sich der Begriff Umwelt nicht nur auf die Lebensräume von Flora und Fauna, sondern auch jene der Menschen.

«Im Fall des Lindenbergs müssen Auswirkungen auf Vögel, Fledermäuse und Wildtiere, auf die Landschaft, den Boden, das Wasser, den Wald und die Luft untersucht werden. Aber auch der Schattenwurf, der Schall und die Vereisung der Winderenergieanlagen sind Themen», hält die Windpark Lindenberg AG fest. Informationen aus diesem Prozess sind auf der Website www.windpark-lindenberg.ch abrufbar. Über diesen Kanal können aus der Öffentlichkeit weiterhin Fragen und Anliegen eingebracht werden.

Windpark-Besichtigung

Für Interessierte organisiert die Windpark Lindenberg Ag Ausflüge zum Windpark Verenafohren in Süddeutschland, und zwar am 22. Juni, 21. August, 16. und 29. November. Da die Gegebenheiten beim Windpark Verenafohren mit jenen auf dem Lindenberg vergleichbar seien, könnte mit diesem Ausflug ein realitätsnaher Eindruck eines bestehenden Windparks gewonnen werden. Ein Anmeldeformular wird in alle Haushalte der betroffenen und angrenzenden Gemeinden versandt. Falls nötig, werden weitere Termine angeboten.