Niederwil
In der Kategorie Restauration: Gnadenthalerin als zweitbeste Berufsbildnerin des Jahres gewählt

Kürzlich hat in Zürich die Preisverleihung der Zukunftsträger 2021 stattgefunden. Mandy Reina, die Leiterin Service beim Restaurant Gnadenthal in Niederwil, wurde in der Kategorie Restauration zur zweitbesten Berufsbildnerin des Jahres gekürt.

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Freude beim Restaurant Gnadenthal: Mandy Reina (Mitte) ist zweitbeste Berufsbildnerin des Jahres. Sie ist flankiert von Lena Remmele und Celine Ziegler.

Freude beim Restaurant Gnadenthal: Mandy Reina (Mitte) ist zweitbeste Berufsbildnerin des Jahres. Sie ist flankiert von Lena Remmele und Celine Ziegler.

zvg

Jedes Jahr zeichnen Swiss Gastro Solutions, GastroSuisse und der Verband für Hotellerie und Restauration die besten Berufsbildenden aus. Dahinter steht die Idee, das Engagement für die handwerkliche Berufsbildung zu fördern. Dieses Jahr schaffte es Mandy Reina vom Niederwiler Restaurant Gnadenthal auf den zweiten Platz.

Die Grundlage der Qualität des Schweizer Handwerks bilden dabei die Berufsbildenden, die unermüdlich und mit oft unglaublichem Engagement Lernende ausbilden und fördern. Gekürt werden Berufsbildner und Berufsbildnerinnen aus den Kategorien Restauration, Fleischfachfrau/
-mann, Bäckerinnen und Bäcker sowie Köche und Köchinnen.

Nachwuchs fehlt in der Gastronomie

Die Gastronomie spürt den Mangel vor allem beim Nachwuchs. «Es wird immer schwieriger, Lehrstellen zu besetzen», sagt Andreas Grossmann, der Leiter Hotellerie beim Reusspark, zu dessen Betrieb das Restaurant Gnadenthal gehört.

Aber auch Fachkräfte wie zum Beispiel Köchinnen und Köche oder Restaurationsfachpersonen werden je länger, je mehr Mangelware. Ein Grund liegt bei den unregelmässigen Arbeitszeiten. «Zudem kehrt gut ausgebildetes Fachpersonal seit Corona der Branche den Rücken zu und orientiert sich neu», erklärt Grossmann weiter.

«In letzter Zeit ist es für uns zunehmend schwieriger geworden, qualifiziertes Personal zu finden.» Mandy Reina, die frisch gekürte Berufsbildnerin sagt: «Deshalb ist der Titel Zukunftsträger 2021 für uns sehr wichtig und wertvoll.» Restaurationsfachfrau sei ein sehr schöner, vielseitiger und spannender Beruf, der viel zurückgebe.

Mehr Wertschätzung und Anerkennung

Der Beruf Restaurationsfachfrau/-mann bietet viele Tätigkeitsfelder. «Als Saisonnier in den Bergen arbeiten, auf einem Kreuzfahrtschiff tätig sein oder ins Ausland gehen», zählt Reina einige der Möglichkeiten auf. «Unser Job hat viele Entwicklungsmöglichkeiten. So kann man sich zum Barista ausbilden lassen, Sommelier werden, die Hotelfachschule anhängen oder später einmal selbst einen Betrieb führen», ergänzt die Zweitplatzierte.

Der Zukunftsträger-Preis zeichnet die besten Berufsbildenden des Jahres aus und stellt so die Ausbildung, den Beruf und nicht zuletzt das Handwerk in der Öffentlichkeit ins Zentrum. Mit der Auszeichnung erhoffe man sich eine stärkere Wertschätzung dieser Berufe, so Grossmann. (az)

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