Die Wohler Sportvereine und der Gemeinderat haben sich bezüglich der Verteilung der Betriebskosten für das Sportzentrum Niedermatten gefunden. Athleticum, Tennisklub und Fussballclub wollen künftig einen Teil der Energiekosten von aktuell 90 000 Franken übernehmen. Ihr Anteil von 15 600 Franken entspricht ungefähr dem Anteil der Gastronomie.

Weiter haben die Sportorganisationen auch dem Plan der Gemeinde zugestimmt, die Parkplätze auf der Anlage künftig zu bewirtschaften. Ihr Einverständnis dazu ist nötig, weil ihnen gemäss Grundsatzvereinbarung ein Benützungsrecht an den Anlagen zusteht.

Auch in einem dritten Punkt kommen die Vereine der Gemeinde entgegen. Sie sind bereit, sich künftig im gleichen Rahmen an den Erneuerungskosten zu beteiligen, in welchem sie sich seinerzeit am Bau beteiligt haben. Pro Organisation entspricht das einem Anteil von 2,6 Prozent. Die erreichten Zugeständnisse seien das Optimum, hält der Gemeinderat im Bericht und Antrag zur Aufteilung der Betriebskosten fest.

Mehr geht nicht

Das bisherige Konzept habe sich gut bewährt, mit den Verbesserungen kämen die Vereine der Gemeinde entgegen. Weitere Belastungen für die Partner erachtet die Behörde als nicht zumutbar.

Die SVP Wohlen-Anglikon will die Vorlage, welche am Montag, 28. April im Einwohnerrat beraten wird, zurückweisen: «Mit dem vorliegenden Bericht und Antwort würden gewisse Vereine bevorteilt. Dies kann und will die SVP nicht akzeptieren.»

Die Partei, schreibt sie in einer Mitteilung, begrüsse zwar, dass die Vereine der Niedermatten zur Beteiligung der immer steigenden Kosten endlich anteilsmässig in Pflicht genommen würden, jedoch nicht so wie vom Gemeinderat aufgezeigt. Mit der beantragten Rückweisung will die SVP dem Gemeinderat «die Möglichkeit geben, die Ungereimtheiten neu zu überarbeiten.»

Informatik zum Zweiten

Neben der Niedermatten-Vorlage dürfte am Montag auch der erneute Antrag für einen Stellenausbau im Bereich Informatik zu reden geben. Dieses Begehren war vom Einwohnerrat am 24. November 2013 mit zum Teil seltsamen Argumenten abgeblockt worden. Jetzt versucht es der Gemeinderat zum zweiten Mal. Die Informatik, begründet die Behörde diesen Schritt, sei zweifelsohne eines der wichtigsten Betriebsmittel der Gemeindeverwaltung. Sie diene als Grundlage für eine in allen Belangen ordnungsgemässe funktionierende Verwaltung. Die Situation habe sich seit November noch einmal zugespitzt, der Ausbau sei zwingend nötig.

Weitere Traktanden am Montag sind der Jahresbericht der Schule Wohlen sowie zwei Vorstösse von Harry Lütolf (CVP). Beide – eine Motion und ein Postulat – haben eine haushälterische Nutzung des Wohler Baugebiets mit höheren Gebäuden zum Ziel.