Wohlen

Niedermatten: Gemeinde findet einen Konsens mit den Sportvereinen

Das Sportzentrum Niedermatten (Teilansicht) ist laut Gemeinderat ein «erstklassiges Aushängeschild» für die Gemeinde Wohlen. Lukas Scherrer

Das Sportzentrum Niedermatten (Teilansicht) ist laut Gemeinderat ein «erstklassiges Aushängeschild» für die Gemeinde Wohlen. Lukas Scherrer

Die Anlagenbenützer stimmen der Parkplatzbewirtschaftung zu und beteiligen sich auch an den Energie- sowie den Erneuerungskosten.

Die Sportvereine und der Gemeinderat haben einen Kompromiss gefunden, dank dem die Gemeinde durch den Betrieb des Sportzentrums Niedermatten etwas weniger belastet wird. Passiert ist das im Rahmen einer Besprechung mit dem Ziel, den künftigen Unterhalt und die Erneuerung des Sportzentrums sowie deren Finanzierung zu regeln.

Die Sportorganisationen (Athleticum, Tennisklub und Fussballclub) sind bereit, einen Teil der Energiekosten zu übernehmen. Diese belaufen sich aktuell auf knapp 90 000 Franken. Die Vereine übernehmen 15 600 Franken davon, was dem Anteil der Gastronomie entspricht. Weiter akzeptieren die Sportorganisationen die Bewirtschaftung der Parkplätze durch die Gemeinde.

Weil sie gemäss Grundsatzvereinbarung ein Benützungsrecht an den Anlagen haben, war ihr formelles Einverständnis dazu nötig. Auch in einem dritten Punkt kommen die Benützer des Sportzentrums der Gemeinde entgegen. Sie sind bereit, sich im gleichen Rahmen an den Erneuerungskosten der Anlage zu beteiligen, wie sie sich seinerzeit am Bau beteiligt haben. Pro Verein ist das eine Beteiligung von 2,6 Prozent.

Kostenaufteilung hat sich bewährt

Das Sportzentrum Niedermatten wird zehn Jahre alt. In einer Grundsatzvereinbarung wurde damals beschlossen, dass sich die Sportorganisationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten an den Betriebskosten beteiligen. Die Gemeinde selber zahlte in den letzten Jahren durchschnittlich rund 350 000 Franken pro Jahr. Die jährlichen Folgekosten insgesamt variierten zwischen rund 780 000 und 850 000 Franken jährlich.

In der Planungsphase war von jährlichen Folgekosten in der Höhe von rund 800 000 Franken ausgegangen worden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass damals die Betriebskosten klar zu tief berechnet worden sind. Dass die Rechnung bisher dennoch aufgeht, liegt an der tieferen Amortisationsrate: Die Zinsen sind tiefer als geplant und aus dem Verkauf des Paul-Walser-Areals konnte mehr gelöst werden als veranschlagt.

Die Betriebskosten und deren Aufteilung zwischen Gemeinde und Partnerorganisationen müssen laut Einwohnerratsbeschluss alle vier Jahr mit Bericht und Antrag neu überprüft und genehmigt werden. Ein solcher Bericht und Antrag liegt jetzt wieder vor.

Nach Ansicht des Gemeinderates hat sich die Aufteilung der Betriebskosten bewährt: «Sie ist ausgewogen und trägt der Leistungsfähigkeit der Partner Rechnung.» Reduktionen der Betriebskosten, wie sie im Einwohnerrat schon mehrmals gefordert worden sind, würden nach Ansicht des Gemeinderates nicht ohne negative Folgen bleiben und seien deshalb nicht möglich. Im vorliegenden Bericht und Antrag sieht die Behörde aber eine Verbesserung zugunsten der Gemeinde. Weitere Belastungen der Partner an den Betriebskosten erachte sie als unzumutbar.

Investitionen hängig

Aus dem Bericht geht auch hervor, welche Investitionen für Instandhaltung und Instandsetzung in den nächsten zwei Jahren anstehen. Ersetzt werden muss die Audioanlage für das ganze Sportzentrum. Das Vorhaben ist im Finanzplan für das Jahr 2014 ebenso bereits enthalten wie der Ersatz des Kunstrasens für den Fussballclub. Weitere nötige Investitionen bis 2016 betreffen Markierungen und Retoppen von Hartplätzen und Laufbahn, Entwässerung der Tennisplätze, Ersatz der Stadionbeleuchtung (Auflage der Challenge League) sowie die Schaffung eines Ersatzplatzes für das Rigacker-Spielfeld, welches vermehrt von der Kanti gebraucht wird.

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