Bis in Beinwil das Gebiet Steinmatt überbaut ist, geht es länger als ursprünglich angenommen. Jetzt dauert es auch noch länger, bis das Modell von der Cerutti Partner Architekten AG auf dem Tisch ist: Weil der Laserraum zur Erarbeitung des Modells mit den Höhenkurven im Dezember einem Brand zum Opfer gefallen ist, musste zuerst eine alternative Möglichkeit für diese Arbeit gesucht werden.

«Mit dem Modell will der Gemeinderat späteren Kaufinteressenten einen Blick auf die künftige Bebauung der insgesamt rund drei Hektaren ermöglichen», erklärt Gemeindeammann Albert Betschart. Der Ausfall des Laserraums hat für das Gebiet Steinmatt immerhin keine verzögernde Wirkung. «Das Modell ist nicht Bestandteil des Planungs- und Bewilligungsverfahrens.»

Warten auf den Kanton

Betschart ist vorsichtig geworden, wenn man von ihm verbindliche zeitliche Angaben zu Steinmatt West und Ost hören möchte. Gegenwärtig liegt der Gestaltungsplan beim Kanton zur Vorprüfung. Von dort erwartet er keine grossen Einwände - «wir haben den Gestaltungsplan in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton realisiert.»

Aber die bisher gemachten Erfahrungen rund um grössere Projekte lassen ihm auch hier eine gewisse Zurückhaltung geraten erscheinen. «Wenn keine weiteren Erschwernisse hinzukommen, sollte 2015 mit der Bauerei begonnen werden können», sagt er vorsichtig.

An der Sommer-Gemeindeversammlung jedenfalls will der Gemeinderat mit einem Erschliessungskredit für das Gebiet Steinmatt vors Volk. Für die Wintergemeindeversammlung hofft er schliesslich, den Stimmberechtigten ein Verkaufskonzept für die brutto 9300 Quadratmeter Gemeindebauland vorlegen zu können.

Kaufinteresse ist gut

Bevor dieses Verkaufskonzept von den Stimmberechtigten abgesegnet ist, gibt es keine Verhandlungen mit potenziellen Kaufinteressenten. «Der Stimmberechtigten legen schliesslich fest, zu welchen Bedingungen und Preisen die netto rund 8000 Quadratmeter der Gemeinde verkauft werden.»

Interessenten sind sowohl für die Mehrfamilienhaus- als auch für die Einfamilienhausparzellen vorhanden, wie Betschart weiss. «Die Nachfrage ist gut, und natürlich finden mit möglichen Käufern Gespräche statt.» Aber sie bleiben, bis zur Genehmigung eines Verkaufskonzepts, unverbindlich.

Das letzte Bauland

Im Gebiet Steinmatt Ost und West werden rund drei Hektaren Bauland frei zur Überbauung. Zwei Hektaren sind in privaten Händen, eine Hektare im Besitz der Gemeinde. Es ist das letzte, grössere Baugebiet in der Gemeinde. Neues wird wegen des neuen Raumplanungsgesetzes vor 2014 kaum mehr eingezont.

Immerhin hofft Betschart, dass es möglich wird, über eine Revision des Raumplanungsrechts in den verschiedenen Weilern der Gemeinde leerstehende Objekte in Wohnraum umzunutzen. «Das würde uns etwas Spielraum geben, wäre sinnvoll und würde kein Kulturland verbrauchen.» Auch ist stellenweise eine gewisse innere Verdichtung im Dorf noch möglich.

Wiehnachtsbach wird offen gelegt

Mit zur künftigen Überbauung des Gebietes Steinmatt gehört im Rahmen des Hochwasserschutzes der Gemeinde die Offenlegung des Wiehnachtsbaches; sie wird die Abgrenzung zwischen Bau- und Landwirtschaftsgebiet akzentuieren.

Am 23. November 2012 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Einwohnergemeindeversammlung die Ausbauprojekte für den Wiehnachtsbach, den Wissenbach und den Sembach und einen Bruttoverpflichtungskredit von 4,1 Mio. Franken genehmigt.