Besenbüren

«Nicht die feine englische Art»: Ammann vom Ratskollegen attackiert

Wer wird künftig in der Gemeindeverwaltung Besenbüren als Gemeindeammann oben am Ratstisch sitzen: Marco Räber (bisher) oder Armin Andermatt (bisher Gemeinderat)?

Wer wird künftig in der Gemeindeverwaltung Besenbüren als Gemeindeammann oben am Ratstisch sitzen: Marco Räber (bisher) oder Armin Andermatt (bisher Gemeinderat)?

Das ist keine alltägliche Situation: Der bisherige Gemeinderat Armin Andermatt fordert den amtierenden und zur Wiederwahl antretenden Gemeindeammann Mario Räber heraus.

In Besenbüren macht Gemeinderat Armin Andermatt dem bisherigen Gemeindeammann Mario Räber das Amt streitig. «Wer mit einigen Dingen nicht einverstanden ist, lässt das Amt entweder sein oder macht etwas dagegen», sagt Andermatt. Deshalb tritt er auch als Gemeindeammann an. Er und Räber seien unterschiedlich in der Arbeitsweise.

«Als ehemaliger Transportunternehmer bin ich es gewohnt, zügig vorauszugehen», deutet Andermatt an, was ihn stört. «Ich bin direkter in der Art.» Er will, sollte er gewählt werden, seine Zeit effizient und gezielt für die Gemeinde einsetzen. Der Gemeindeammann sei stärker als Repräsentant der Gemeinde tätig als ein Gemeinderat. «Aber ich würde diese Aufgabe gezielter wahrnehmen, nicht überall hingehen, nur dort, wo ich muss.»

Keine belastende Situation

Andermatt sieht sich weniger als Politiker denn als «Gemeindearbeiter, der keinem Parteiprogramm verpflichtet ist». Eine Belastung der kollegialen Zusammenarbeit im Gemeinderat sieht er wegen seiner Kandidatur nicht. Das Thema sei diskutiert und sachlich untereinander geregelt worden. «Die Stimmberechtigten haben jetzt die Möglichkeit auszuwählen.» Das sei auch die Aussage des amtierenden Gemeindemanns bei den letzten Wahlen von Gemeinderäten gewesen sei, als mehrere Kandidaten zur Wahl standen. «Dies ist auch mein Ziel», unterstreicht Andermatt.

«Nicht die feine englische Art»

Der amtierende Gemeindeammann Mario Räber nimmt die Kandidatur von Andermatt «von der sportlichen Seite», wie er betont, auch wenn er einräumt, dass ihn das Vorgehen «schon etwas getroffen hat». Es sei selbstverständlich das Recht seines Gemeinderatskollegen, auch als Gemeindeammann zu kandidieren, macht er klar. «Damit muss man umgehen können.» Aber diese Situation sei für ihn doch völlig unerwartet gekommen. Das Vorgehen von Andermatt beurteilt er als «sicher nicht die feine englische Art.»

Jetzt will Räber das Wahlwochenende vom 24. September ruhig abwarten. «In vier Wochen wissen wir mehr». Sollte er als Gemeindeammann nicht bestätigt werden, würde er als gewählter Gemeinderat trotzdem weitermachen. «Ich denke, das würde irgendwie schon gehen.»

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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