Wohlen

Neustart gewagt: Jetzt führt der Schuhdoktor seinen eigenen Laden

«Schuhdoktor» Farid Guidom vor seinem neuen Domizil.

«Schuhdoktor» Farid Guidom vor seinem neuen Domizil.

Von Schuhen bis zur Uhr – der Wohler Schuhdoktor bringt es wieder in Ordnung.

Bis vor wenigen Monaten arbeitete Farid Guidom als Franchisenehmer für die Kette «Mister Minit», seit dem 25. August führt er als «Schuhdoktor» in Wohlen seinen eigenen Laden. Fachkundig begutachtet Farid Guidom die Uhr, deren Batterie leer ist. «Das ist kein Problem», stellt er fest, «es kommt auf das richtige Werkzeug an.» Er zeigt schmunzelnd auf eine spezielle Zange, mit der er den Deckeln des Gehäuses entfernt. Nur wenige Minuten und Handgriffe später, läuft das gute Stück wieder.

Hell, freundlich und einladen wirkt der neu eröffnete Laden des Schuhdoktors. In den Regalen hinter der Ladentheke stehen bereits mehrere Paare Schuhe, die er repariert hat. «Einige Kunden sagen, das Geschäft ist etwas versteckt», erzählt Guidom. Auf seiner Website www.schuhdoktor-mehr.ch sei deswegen unter der Rubrik «Anfahrt» eine genaue Wegbeschreibung zur Zentralstrasse 36a zu finden. Er beschreibt: «Man muss nur an der ‹Zanzibar› vorbei in den schmalen Weg einbiegen.»

Der Schuhdoktor baut auf seine Stammkundschaft

Zum Wechsel von «Mister Minit» zum «Schuhdoktor» sei es gekommen, da die Kette aus dem Migros-Gebäude ausgezogen sei. «Seit 2012 war ich für das Unternehmen tätig. Mir wurden zwei andere Läden als Franchisenehmer angeboten, aber ich habe abgelehnt», berichtet der Schuhdoktor, «es kommen viele Stammkunden aus der Region zu mir.» Also reifte der Entschluss, ein eigenes Geschäft aufzubauen.

«Meine Freundin entdeckte das Inserat, dass der Laden hier zu vermieten ist – und nun bin ich hier.» Viele Kollegen und Familienglieder halfen mit, das Ladenlokal herzurichten. Neben Schuhreparaturen und Batteriewechsel bietet der Schuhdoktor einen Schlüsselservice sowie Gravuren an, er schleift Messer und nimmt auch Spezialaufträge an. «Einmal habe ich eine alte Bratpfanne repariert, sie hatte einen besonderen Erinnerungswert, weil sie von der Grossmutter der Kundin stammte», erinnert er sich amüsiert. Zu seinem Angebot zählen ausserdem Schuhbänder, Portemonnaies und Grusskarten.

Etwas nachdenklich sagt Farid Guidom: «Natürlich ist es eine Herausforderung während der Coronakrise so ein Vorhaben in Angriff zu nehmen.» Er hoffe, dass sich bald herumspreche, dass er für Reparaturen aller Art da sei.

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