Bremgarten/Muri
Neuorganisation der Staatsanwaltschaft lässt Bezirksämter verschwinden

Auf das neue Jahr werden die Bezirksämter neu organisiert beziehungsweise die neuen Staatsanwaltschaften ihre Arbeit aufnehmen. Für die beiden Bezirke Bremgarten und Muri wird die Staatsanwaltschaft in Muri angesiedelt sein.

Eddy Schambron
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Die neue Staatsanwaltschaft

Die neue Staatsanwaltschaft

Die Leitung hat Barbara Loppacher, ihr Stellvertreter ist Bezirksamtmann Urs Hoppler. Werner Burkart, Bezirksamtmann-Stellvertreter in Bremgarten, und Stephan Meyer, Bezirksamtmann-Stellvertreter in Muri, bilden zusammen mit Markus Koch das Team der Staatsanwälte, der Bremgarter Bezirksamtmann Heinz Widmer wird Leiter der Bezirksverwaltung und Staatsanwalt im Pikettdienst.

Als Assistenzstaatsanwältin arbeitet Elisabeth Strebel. Von den bisher 12,9 Stellenprozenten gibt es für die neue Staatsanwaltschaft eine Aufstockung auf 14,7 Stellenprozente. «Es wird aufwändiger und formeller für die Bürgerinnen und Bürger», räumte gestern der Murianer Bezirksamtmann Urs Hoppler bei der Präsentation der Neuorganisation ein.

Übergangsfrist bis 2012

In einer Übergangsfrist bis Ende 2012 sind die Bezirksämter zwar noch aktiv, werden aber laufend die Aufgaben gemäss Neuorganisation umverteilen. Danach dürfte mit der heutigen, für die Bürger bequemen Anlaufstelle Bezirksamt Schluss sein, die Wege werden länger und es wird je nach Bedürfnis unterschiedliche Ansprechpartner geben.

Ab 1. Januar kommen alle strafbaren Handlungen, mit Ausnahme von Wirtschaftsdelikten, vor die Staatsanwaltschaft. In den beiden Bezirken Bremgarten und Muri werden pro Jahr ungefähr 5000 Strafverfahren zu erledigen sein. Darin inbegriffen sind die neu dazukommenden Privatstrafverfahren wie Tätlichkeiten oder Ehrverletzungen. Beurteilt werden wie bis anhin kleinere und mittlere Vergehen, wobei Delikte im Strassenverkehr den Hauptteil der Arbeit der Staatsanwaltschaften ausmachen.

Gerichtsstandorte bleiben

Die Staatsanwaltschaft kann Bussen bis 180 Tagessätze oder gemeinnützige Arbeit bis 720 Stunden und Freiheitsstrafen bis 6 Monate aussprechen. Grössere Delikte werden von den Gerichten beurteilt; die bisherigen Gerichtsstandorte bleiben.