Rudolfstetten

Neues Konzept: So kriegt der Einkaufsverkehr die Kurve

Der Mauervorsprung mit Geländer ganz links, die Telefonkabine samt Rabatte und vier Parkfelder rechts davon müssen weichen.

Der Mauervorsprung mit Geländer ganz links, die Telefonkabine samt Rabatte und vier Parkfelder rechts davon müssen weichen.

Im Hinblick auf die Eröffnung der Lidl-Filiale wurde ein Verkehrskonzept mit neuer Regelung der Zufahrt zur Tiefgarage beim Dorfzentrum erarbeitet.

Ein grosser Laden bedeutet viel Autoverkehr. Damit wird jedenfalls in Rudolfstetten nach der Eröffnung der Lidl-Filiale im Dorfzentrum gerechnet. Um ein Chaos bei der Zu- und Wegfahrt der motorisierten Kundschaft zu vermeiden, wurde ein Verkehrskonzept im Zusammenhang mit der Umsetzung der Teilrevision Gestaltungsplan Dorfplatz erarbeitet. Die Planunterlagen liegen noch bis am 22. Mai im Gemeindehaus öffentlich auf.

Im Februar verabschiedete der Gemeinderat Rudolfstetten-Friedlisberg die zweite Teilrevision des Gestaltungsplans Dorfplatz. Dieser beinhaltet bezüglich der künftigen Verkehrsabwicklung rund um das Zentrum Ruedistette verschiedene Massnahmen. Der Plan ist inzwischen in Rechtskraft erwachsen und befindet sich zwecks Genehmigung bei den kantonalen Stellen.

Lenkung des Verkehrs

Die Massnahmen drängen sich wegen des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens auf. Im Rahmen des Gestaltungsplans muss die Umsetzung der Verkehrsführung aufgezeigt und angepasst werden. Diese beinhaltet in der Kernzone Dorf nicht nur bauliche Massnahmen bei der Tiefgarage im Zentrum Ruedistette, sondern auch für die Anlieferung zum Grossverteiler bei der bestehenden Rampe sowie eine Anpassung der Signalisation. Es wird mit einem Kostenaufwand von 15'000 Franken gerechnet.

Die Erschliessung für den Individualverkehr erfolgt auch künftig über die bestehende Tiefgarage mit den gegenwärtig 127 Parkplätzen. Der teilrevidierte Gestaltungsplan gibt die Zu- und Wegfahrtrichtung des Kundenverkehrs vor, der sich ausschliesslich über die Kreuzung Untere Dorfstrasse/Bernstrasse abwickeln soll und nicht mehr über die Schmiedgasse am Restaurant Pöstli vorbei. «Das führt zu einer willkommenen Beruhigung und dazu, dass sich der Verkehr in geordneten Bahnen bewegt», so Gemeindeammann Josef Brem.

Abbiegeverbot und Sperrfläche

Die grösste Lenkungswirkung könnte erzielt werden, wenn der Strassenraum bei der Garagenausfahrt auf der rechten Seite baulich verengt würde. Das Rechtsabbiegen würde dadurch fahrgeometrisch erschwert, sodass niemand mit seinem Auto dazu verleitet würde, sozusagen die Kurve zu kratzen. Eine solche Massnahme erschien dann aber doch unverhältnismässig, sodass man sich lediglich für ein Rechtsabbiegeverbot, das Markieren einer Sperrfläche und die Montage einer Stele entschieden hat, welche die Zufahrt zum Parkhaus signalisiert.

Die Untere Dorfstrasse darf somit nur noch bis zur Einstellhalle des Zentrums Ruedistette befahren werden. «Ein Einbahnverkehr wird nicht eingeführt», hielt der Gemeindeammann fest, «aber nur Befugte und Zubringer dürfen die Strasse weiter hinauf befahren».

Telefonkabine kommt weg

Weiter musste bei der verkehrstechnischen Erschliessung die Anlieferung zur Lidl-Filiale berücksichtigt werden. Fahrversuche mit einem Lastwagen haben gezeigt, dass die Anfahrt ebenfalls über die Kreuzung Untere Dorfstrasse/Bernstrasse erfolgen sollte. Dazu müssen dauerhaft vier Parkplätze entlang der Unteren Dorfstrasse aufgehoben sowie die dort stehende Telefonkabine samt Rabatte entfernt und mit einem befahrbaren Belag versehen werden. Ausserdem ist die Verkürzung einer vorstehenden Mauer bei der Rampenzufahrt erforderlich.

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