Villmergen
Neues Gemälde im Foyer des Gemeindehauses

Ein kleines Stück Dorfgeschichte hat in einer Nische im Gemeindehaus einen schönen Platz erhalten.

Toni Widmer
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Der Tisch aus dem 17. Jahrhundert, darüber das 1952 entstandene Bild von Villmergen. Toni Widmer

Der Tisch aus dem 17. Jahrhundert, darüber das 1952 entstandene Bild von Villmergen. Toni Widmer

Villmergen hat in einer Nische im Foyer des Gemeindehauses ein kleines Stück Dorfgeschichte platziert. Zum einen ist es ein Gemälde, das Wolfgang Müller der Gemeinde geschenkt hat. Das vom Villmerger Künstler H. Müller gestaltete Werk zeigt das Dorfzentrum mit Kirche und Mühle im Jahr 1952.

Zu sehen ist das Gemälde jetzt im Foyer des Gemeindehauses. Es hängt über einem Tisch, der ebenfalls neu in dieser Nische aufgestellt worden ist. Der Tisch ist ein Zeuge längst vergangener Zeiten. Er stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und stand ursprünglich einmal im Villmerger Amtsgericht. Nachher ging er ins Landesmuseum Zürich und wurde später von der Gemeinde Villmergen wieder zurückgekauft. Und zwar 1952, im gleichen Jahr also, in dem das Bild gemalt wurde, das jetzt über dem Tisch hängt.

Was viele nicht wissen: Villmergen war einst Hauptort. 1415 haben die Luzerner die Dörfer Büttikon, Hilfikon, Sarmenstorf, Uezwil und Villmergen von den Habsburgern erobert. Sie mussten das Gebiet jedoch schon zehn Jahre später an den gemeinsamen Besitz der Eidgenossen zurückgeben. So wurde Villmergen für eine gewisse Zeit Hauptort des Amtes Villmergen in den Freien Ämtern.