«Lasertag, das ist eine moderne Form von Räuber und Poli.» So beschreibt Micha Sager das Gruppenspiel, das aus Amerika kommt und stark im Trend ist – allerdings gibt es im Aargau kein Lasertag-Center. Noch nicht.

Denn noch vor Jahresende soll in der Bremgarter Oberebene, unterhalb des Billardcenters Aramith, ein Labyrinth entstehen, in dem man mit Laserwaffen aufeinander schiesst – die Westen, die die Spieler tragen, leuchten an der Stelle auf, an der sie getroffen wurden.

Dunkle Räume, schrille Farben: So sieht Lasertag aus.

Dunkle Räume, schrille Farben: So sieht Lasertag aus.

Gibt es auch Kritik am Spiel, bei dem man sich virtuell abschiesst? «Ja, aber die gibt es an jedem Spiel. Es geht darum, Punkte zu sammeln, alles wird aufgezeichnet und am Schluss gibt es eine Auswertung. Bei den Lasern handelt es sich um ein Spielzeug und nicht um eine Waffe. Lasertag ist es ein Gruppenspiel, bei dem man sich bewegen muss», beschreibt Sager. Man komme auch ins Schwitzen. «Wir haben Duschen und Umkleidekabinen.»

Die Arbeiten in Bremgarten sind schon voll im Gang. Einen Eröffnungstermin gibt es aber noch nicht. «Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen, aber sicher noch dieses Jahr», so Sager.

Auf die Frage, ob bis jetzt alles nach Plan lief, muss er schmunzeln: «Es läuft nie alles nach Plan, das wäre ja langweilig. Wir haben die Fläche schon etwas erweitert und mussten am einen oder andern Ort etwas improvisieren. Wir haben aber gute Handwerker, von denen wir auch Tipps entgegennehmen durften.»

Micha Sagers Vater hat eine Schreinerei und hat mit seinem Fachwissen den Aufbau tatkräftig unterstützt. Den Lead bei dem Projekt hat aber Micha Sagers Onkel, Martin Sager. Und mit von der Partie ist auch Cousin Reto Müller, der dritte Firmeninhaber der PrestigeBowling GmbH.

Das Unternehmen hat 2010 bereits ein Bowlingcenter in Dübendorf eröffnet, damals war Micha Sager gerade 21 Jahre alt. Ist er dieses Mal weniger nervös? «Nein, es ist schliesslich auch diesmal ein gewisses Risiko dabei», sagt er.

Vielseitiges Ausgangszentrum

Lasertag ist nicht die einzige Beschäftigung, die angeboten werden soll. Bowlingbahnen, ein Burgerrestaurant, das auch Essen liefert und eine Loggia auf der Terrasse werden auf der rund 2200 m² grossen Fläche zu finden sein. Das neue Ausgangszentrum an der Oberebenestrasse 43/45 soll für alle etwas bieten – egal, ob man gemütlich etwas trinken will oder einen actionreichen Firmenevent mit anschliessendem Essen plant.

Bremgarten sei ein guter Standort für dieses Vorhaben, erklärt Sager: «Um zu bowlen, muss man nach Aarau oder Baden, und Lasertag-Center gibt es noch keines im ganzen Kanton. Zwar gibt es hier nicht so viele potenzielle Kunden wie in Zürich, dafür auch weniger Konkurrenz.» Zudem sei der Aargau sein Heimatkanton.

Auch wenn noch viel Arbeit bis zur Eröffnung ansteht, ist eines schon klar: Das Lasertag- und Bowlingcenter wird jeden Abend geöffnet sein. Und wie schätzt der junge Unternehmer die Chancen des Projekts ein? «Am Anfang wird es sicher nicht einfach – auch in Zürich haben wir gekämpft, bis wir da waren, wo wir heute sind. Ich bin aber zuversichtlich, es wird sich in Bremgarten hoffentlich schnell herumsprechen, dass es eine neue Attraktion gibt.»