Merenschwand

Neuer Kreisel, neuer Volg und eine Tankstelle: Stimmbürger entscheiden über grosse Bauprojekte

Das Notterhaus in Merenschwand ist wieder ein Thema an der Gemeindeversammlung am 19. Oktober.

Das Notterhaus in Merenschwand ist wieder ein Thema an der Gemeindeversammlung am 19. Oktober.

Merenschwand stimmt im Oktober über drei Kredite ab, die für neue Infrastrukturbauten benötigt werden. Der Gemeindeammann hat über die gewichtigen Projekte informiert.

Am Ortsbild von Merenschwand wird sich in den kommenden Jahren so einiges ändern. Das wurde an der Infoveranstaltung vom Montag deutlich. Bereits im Herbst starten im Zentrum der Gemeinde einige Bauprojekte, die zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen. Doch bevor die ersten Mauern eingerissen werden, muss die Bevölkerung an der Einwohnergemeindeversammlung vom 19. Oktober über die Verpflichtungskredite abstimmen.

Worum es bei den grossen Bauvorhaben geht, darüber hat Gemeindeammann Hannes Küng coronabedingt während zwei Veranstaltungen informiert.

Der «Hirschen» wird zum Kreisel

Der Verpflichtungskredit in der Höhe von 220'000 Franken dient der Finanzierung des Bauprojekts der Genossenschaft Landi Freiamt. Noch in diesem Herbst soll der Abriss der ehemaligen Gastwirtschaft «Hirschen» beginnen und an der Zürich-, der Moos- sowie an der Luzernerstrasse zu Veränderungen führen. Wo heute das Restaurant steht, soll ein Kreisel entstehen, weiter folgen eine neue Volgfiliale – der Einkaufsladen befindet sich momentan in einem Provisorium – und eine Tankstelle.

Die Gemeinde fühlt sich dazu verpflichtet, die Landi Freiamt bei diesem Bauprojekt zu unterstützen. Einerseits habe die Genossenschaft von der Einwohnergemeinde Land erworben. Andererseits komme dazu, dass sie in Merenschwand über 20 Millionen Franken investiere. «Das fordert die Gemeinde als Partner dazu auf, bei diesem Projekt mitzumachen», erklärte Küng.

Er betonte aber, dass die Bevölkerung künftig von den Bauten profitieren würde. So zum Beispiel von einer Tiefgarage, die ebenfalls im Rahmen des Landi-Bauprojektes entstehen soll. Insgesamt sind 60 neue Parkplätze unter dem Pausenplatz Nord der Schulanlage «Zürichstrasse» geplant. Das erfordert von der Einwohnergemeinde einen Verpflichtungskredit in der Höhe von rund 4.2 Millionen Franken.

Eine gute Chance um Probleme der Zukunft zu lösen

Neue Parkmöglichkeiten werden in Merenschwand dringend benötigt, wie Hannes Küng mehrfach betonte. Denn mit dem Neubau der Landi Freiamt würden etwa 20 Parkplätze verloren gehen. Zudem sollen die kostenpflichtigen Plätze in der Tiefgarage dafür sorgen, dass künftig nicht mehr die öffentliche Hand, sondern die Benutzer der Parkplätze dafür bezahlen. Die Garage soll ausserdem einen Direktzugang zur Mehrzweckhalle erhalten und so für Besucher von Veranstaltungen aber auch für die rund 70 Beschäftigten der Schule Merenschwand Vorteile bringen. «Es ist eine gute Chance, da auf einen Zug aufzuspringen, der unsere Probleme für die Gemeinde löst», betonte Küng.

Der dritte Kredit betrifft die Überarbeitung des Projektes Notterhaus, das im Mai 2019 von den Merenschwanderinnen und Merenschwander abgelehnt wurde. Der Gemeinderat akzeptiere zwar das Nein der Bevölkerung, müsse jedoch einen neuen Plan für den dringend benötigten Erweiterungsbau der Schulanlage realisieren. Dafür wurde die Notterliegenschaft im Jahr 2001 ursprünglich auch erworben.

Die Schule komme mit ihren 467 Schülerinnen und Schüler und den Anforderungen des Lehrplans 21 an ihre Grenzen, wie Schulleiter Stefan Woodtli am Montag erklärte. «Man könnte fast sagen, wir sind ein mittelgrosser KMU-Betrieb.» Momentan werden Gänge, Garderoben und das Lehrerzimmer zeitweise als Gruppenräume verwendet. Der neue Plan sieht vier zusätzliche Klassenzimmer, Platz für eine Tagesbetreuung und eine Mediothek im Notterhaus vor. Dafür soll ein Verpflichtungskredit in der Höhe von 48'000 Franken bewilligt werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1