Bis anhin mussten die Angestellten der Kantonspolizei in Wohlen mit knapp 250 Quadratmetern für Büroarbeiten, Zeugenbefragungen und vorübergehende Festnahmen auskommen. Der Platz war knapp. Nun konnten die Polizisten nach drei Monaten Umbauzeit einen erweiterten Posten einweihen und sind entsprechend erleichtert über den zusätzlichen Arbeitsplatz. «Wir sind sehr stolz auf die neuen Räumlichkeiten», sagt Postenleiter Markus Locher.

Am Samstagmorgen hatten Kollegen der Regionalpolizei, Angehörige und Arbeitspartner, wie etwa Mitglieder der Staatsanwaltschaft, Gelegenheit, den neuen Posten zu inspizieren. Neben den zusätzlichen 150 Quadratmetern Platz ist die wichtigste Neuerung das sogenannte 3-Zonen-Modell. Locher erklärt den Aufbau, auf den er besonders stolz ist. «Als erste oder öffentliche Zone wird der separate Eingangsbereich bezeichnet, der von den übrigen Räumlichkeiten abgetrennt ist.» Diese Strukturierung erhöhe die Sicherheit aller Anwesenden im Posten. «Zusätzlich wurde im Bereich des Empfangsschalters schusssicheres Glas angebracht.» In die zweite Zone, die gesicherte Zone, darf nur, wer beispielsweise eine Zeugenaussage machen muss, oder von der Polizei vorübergehend zu Untersuchungszwecken festgehalten wird. «In der zweiten Zone befinden sich die Einvernahme-Büros, die Toiletten und die Wartezellen», so Locher. Gerade für Personen, die über belastende Dinge aussagen müssten, sei diese erhöhte Diskretion hilfreich. Die dritte Zone wird Sicherheitszone genannt und ist videoüberwacht. Dieser Teil ist den Angestellten der Kapo vorbehalten. «Hier werden Büroarbeiten erledigt», sagt Locher. «Besucher haben hier in der Regel keinen Zutritt.» Diese neue Aufteilung der Räumlichkeiten führt laut Locher dazu, dass die Abläufe «sicherer und diskreter» sind.

Der Umbau hat rund drei Monate in Anspruch genommen. Wie während dieser Zeit der Alltag im Posten funktioniert habe? «Überraschend gut», sagt Locher. «Die Bauarbeiten sind zügig vorangegangen, und wir waren flexibel.» Nur während etwa drei Wochen habe man eng zusammenrücken müssen. Die neuen Räumlichkeiten verfügen nun über ausreichend Platz für alle 14 Mitarbeitenden. «Alles ist nun viel ordentlicher», sagt der Postenleiter begeistert. Ihm ist wichtig, dass die Steuerzahler wissen, wofür 400 000 Franken ausgegeben wurden. Locher: «Die Investition hat sich absolut gelohnt.»