In den soeben angelaufenen Sommermonaten hat die Baracke eine andere, neue Funktion: Sie dient als Informationsstätte. Das geräumige Infomobil beherbergt vielerlei Broschüren über die Natur, die Auen, die Pflanzen- und Tierwelt, ausserdem Informationstafeln sowie Unterhaltungsspiele für Klein und Gross. Auch die Vierbeiner von Frauchen und Herrchen kommen auf ihre Kosten. Dies in Form eines kleinen Hunde-Hindernisparcours, eines Wassernapfs und leckerer «Hundeguetzli», die bestens ankommen.

Per Infomobil soll bei Spaziergängern, Naturliebhabern, Familien, Hundehaltern und Hobbysportlern das Verständnis für den Schutz der Landschaft, der Tier- und Pflanzenwelt gefördert werden. Die mobile Baracke gehört Creanatira, einer Tochtergesellschaft von Pro Natura Aargau. Seit mehr als zehn Jahren betreibt Creanatira im unteren Reusstal, zwischen Bremgarten und Mellingen, einen Aufsichts- und Informationsdienst. Dies im Auftrag des Kantons Aargau, genauer der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer der Sektion Natur und Landschaft.

Immer dienstags und donnerstags

Bis zum 17. Juli bleibt das Baracken-Mobil in Eggenwil stationiert. Zweimal wöchentlich, immer am Dienstag und Donnerstag von 8 Uhr bis gegen 17 Uhr, ist das Infomobil geöffnet. Betreut wird es von den beiden 20-jährigen Zivildienstleistenden Sascha Stalder und Samuel Knecht.

Die zwei «Zivis» versuchen mit Passanten ins Gespräch zu kommen. «Das gelingt mal gut, mal weniger gut», erzählten die beiden jungen Leute. Es gebe halt Zeitgenossen, die weder Zeit noch Verständnis und Interesse für Naturschutzanliegen aufbrächten. Hin und wieder komme es freilich zu Gesprächen und zu einem Meinungsaustausch, und zwar mit Leuten aller Altersstufen. «Wenn ein Spaziergänger bei uns eine Pause macht, ist das ein gutes Zeichen. Umso schöner, wenn er dann in einer unserer vielen Broschüren zu blättern beginnt oder wissen will, was unser Infomobil alles zu bieten hat.»

Unterwegs als Fussgänger

Ebenfalls zwei Tage pro Woche sind Knecht und Stalder als Aufseher zu Fuss zwischen Bremgarten und Mellingen unterwegs. Auf den Touren räumen Güsel in den Naturschutzgebieten weg, entsorgen Überbleibsel illegaler Feuerstellen oder fordern Hundebesitzer auf, die lieben Tiere bitteschön an die Leine zu nehmen. Daneben bekämpfen sie eingeschleppte fremde Pflanzen wie die Goldrute, die sich auch an der Reuss stark verbreitet, und helfen mit bei der Pflege der Naturschutzgebiete.

Am 18. Juli wird das Infomobil ins Wasserschloss-Gebiet nach Brugg tranportiert. Weitere Stationen sind Fischbach-Göslikon und ein Standort am Hallwilersee.