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Neuer Fahrplan: Das Freiamt hat bis im Herbst Zeit, Änderungswünsche anzubringen

Der Kanton lädt die Regionalplanungsverbände ein, ihre besseren Chancen auf Realisierung auszunutzen.

Eddy Schambron
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Bald könnten bessere Anschlüsse vom Freiamt Richtung Innerschweiz, Tessin und Italien möglich werden.

Bald könnten bessere Anschlüsse vom Freiamt Richtung Innerschweiz, Tessin und Italien möglich werden.

Eddy Schambron

Bald werden die Weichen für den Fahrplan 2020/21 gestellt. Deshalb hat die Kommission öffentlicher Verkehr (öV) die Gemeinderäte gebeten, die Bevölkerung auf die Vernehmlassung aufmerksam zu machen. Der Kanton gibt den Regionalplanungsverbänden (Repla) die Möglichkeit, im Herbst 2018 Eingaben zu stellen. «Damit steigen die Chancen auf eine Realisierung gegenüber der allgemeinen Vernehmlassung im Frühling 2019», hält Fredy Zobrist, Präsident der Kommission öV, fest.

Die Einwohnerinnen und Einwohner können Begehren für die Fahrpläne 2020/21 an den Gemeinderat stellen. Die Gemeinden wiederum werden die Anträge bis Ende Juli an die Kommission öV richten, welche im Auftrag der Replas Unteres Bünztal, Oberes Freiamt sowie Mutschellen-Reusstal-Kelleramt die Eingaben prüfen und an die Abteilung Verkehr des Kantons weiterleiten wird.

Drei Angebotsänderungen

Konkret sind für das Freiamt drei Angebotsänderungen im Fahrplan 2020/21 vorgesehen. Die SBB planen die Umleitung aller Schnellzüge über Rotkreuz von Juni 2019 bis Dezember 2020; sie hoffen auf den baldigen Entscheid des Bundesgerichts über die Einsprachen zum Umbau der Linie Zugersee Ost (Zug–Walchwil–Arth-Goldau). «In diesem Fall bestehen optimale Anschlussverbindungen vom Freiamt nach der Innerschweiz, Tessin und Italien», so Zobrist.

Auch mit der Inbetriebnahme der Vierspur Aarau–Olten (Eppenberg) werden die IC Zürich–Bern im Viertelstundentakt noch nicht in Aarau anhalten. Auch der Halt Othmarsingen aller Züge der S11 (S3) wird erst später erfolgen. Vermutlich wird im nächsten Jahr mit dem Bau des Autobahnzubringers Obfelden begonnen. Das hat ab 2020 Auswirkungen auf die Buslinien ab dem Aargau, vor allem der Linie Muri–Merenschwand–Affoltern am Albis, bei welcher die Fahrzeit verlängert werden muss.

Am 17. Juni läuft schliesslich das aktuelle Vernehmlassungsfahren für den Fahrplan 2019 ab. Im Freiamt betrifft dies nur die Bahnlinie 653, die Buslinien 50.347/348 ab Sins und die Ortsbuslinie 9 Wohlen. Die Züge der S26 fahren ab Fahrplanwechsel vom 9. Dezember bis Olten statt Aarau und halten nicht mehr in Rupperswil.

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