Wohlen

Neuer Ehrenkammerer: Geniale Fasnacht auf holländische Art

Frits de Geniali ist der neue Ehrenkammerer 2012 der Kammergesellschaft Wohlen

Frits de Geniali ist der neue Ehrenkammerer 2012 der Kammergesellschaft Wohlen

Frohnatur Frits van der Graaff (49) ist der neue Ehrenkammerer «Frits de Geniali». Der 49-Jährige ist gebürtiger Holländer und wohnt seit 12 Jahren in Wohlen. Ebenso lang ist er nun schon begeisterter Fasnächtler.

«Ich habe gewusst, dass ich irgendwann zum Ehrenkammerer gewählt werde. Trotzdem bleibt es eine unglaublich spezielle, einmalige Erfahrung», erzählt Frits van der Graaff strahlend. Der 49-Jährige ist gebürtiger Holländer und wohnt seit 12 Jahren in Wohlen. Ebenso lang ist er nun schon begeisterter Fasnächtler. «Das Leben ist ernst genug, da muss man sich auch mal austoben und unter Freunden entspannen können», erklärt er seine Leidenschaft.

In Fasnachtsfamilie eingeheiratet

Van der Graaff kannte die Fasnacht vorher eher aus dem Fernsehen. Durch seine mittlerweile verstorbene Frau kam er nach Wohlen und zur Fasnacht.

«Ihre Familie war leidenschaftlich an der Fasnacht beteiligt. So konnte ich gar nicht anders, als mitzufeiern», erinnert er sich. Ausserdem war Erwin Dubler, der seit 43 Jahren offizieller Fahrer der Ehrenkammerer ist, Grossvater und Götti seiner Frau. «Er hat einmal gesagt, dass es sein grösster Wunsch wäre, mich zu chauffieren.» Dieser Wunsch soll dem bereits 90-Jährigen an der Fasnacht 2012 erfüllt werden.

Treffen der Geschäftsleute

Seit 2008 gehört der Ehrenkammerer der Kammergesellschaft Wohlen an. «Dort treffen sich unglaublich viele Geschäftsleute, Notare und so weiter. Als Geschäftsmann ist das einfach eine sehr gute Gesellschaft», erklärt er seine Beweggründe. «Sehr viele von ihnen kannte ich aber vorher schon und wusste, dass man mit ihnen eine gute Zeit haben kann.»

Dies zeigt auch die Art, wie «Frits de Geniali» von seiner Wahl erfuhr: «Ich hatte geschäftlich mit Kammergesellschaftspräsident Peter Michel zu tun», erinnert er sich. «Er rief mich an und wir vereinbarten ein Treffen, weil es anscheinend Probleme bei einem Auftrag gab. Ich glaubte, jetzt würde ich auf den Deckel bekommen.» Seriös mit Arbeitsmappe kam Michel bei ihm an. «Bevor wir das Gespräch aufnahmen, klingelte Zeremonienmeister Pascal Gregor an der Tür.

Ich wollte ihn trotz des Geschäftsgesprächs nicht wegschicken.» Erst als die beiden nicht mehr aufhören konnten zu grinsen, habe er bemerkt, dass sie nicht zufällig gleichzeitig zu Besuch waren. «Als sie mich dann fragten, war ich begeistert», erzählt er. «Genial!», habe er ausgerufen – und weil er durch diesen Ausspruch überall bekannt sei, heisse er nun eben «Frits de Geniali».

Spendierfreudiger Gastgeber

Über die finanziellen Auslagen macht sich van der Graaff keine Gedanken: «Wenn die Rechnungen kommen, werde ich sie bezahlen, mehr muss ich nicht wissen. Denn ich bin nur einmal Ehrenkammerer, da soll es genial werden.» Schliesslich veranstalte er auch jedes Jahr Ende August eine Party für 200 Personen, da sei er die Rolle des Gastgebers gewohnt, so der studierte Architekt und Betriebswirt. Seit Anfang Jahr führt er seine eigene Firma.

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