Muri
Neuer Bildband zeigt das Freiamt in vielen Facetten

Der 284 Seiten starke Text- und Bildband «Oberfreiamt» ist 24,5 cm breit, 31,5 cm hoch, knapp 3 cm dick und 2Kilo schwer. Es ist das vierte Buch des 59-jährigen Journalisten Eddy Schambron.

Toni Widmer
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Autor Eddy Schambron (Mitte) und Gestalter Willi Müller signieren ein Exemplar für Sandra Koch.

Autor Eddy Schambron (Mitte) und Gestalter Willi Müller signieren ein Exemplar für Sandra Koch.

Toni Widmer

Auch wenn die nackten Zahlen imponieren – der Autor ist mit dem von Willy Müller hervorragend gestalteten Wälzer sich selber treu geblieben. Er hat dem «Schwarzen Erdteil», in dem er lebt und über den er in der az Region Freiamt regelmässig berichtet, jenen Platz gewidmet, der ihm zusteht. Immerhin misst der Bezirk Muri im südlichsten Zipfel des Kantons Aargau 13 889 Hektaren, umfasst 19 Gemeinden und zählt aktuell 33 700 Einwohnerinnen und Einwohner.

Spezialpreis bis Ende Jahr

Die Raiffeisenbanken des Oberfreiamts – die Vernissage fand in Muri statt – unterstützen die Lancierung des neuen Buches mit einem Sonderangebot. Wer «Oberfreiamt» bis Ende Jahr in einer der Oberfreiämter Raiffeisenfilialen kauft, profitiert vom Spezialpreis von 49 Franken. Im Buchhandel kostet das Werk 59 Franken. (to)

Eddy Schambron hat sich an die Fakten gehalten, wie er sich als Journalist seit 30 Jahren an die Fakten hält und über das Oberfreiamt das geschrieben hat, was es zu schreiben gibt. Schnörkellos und seriös, ohne Übertreibungen und gesuchte Sensationen.

Aktuell und doch zeitlos

Das letzte Buch über das Oberfreiamt ist 1981 im AT-Verlag erschienen und längst vergriffen. «Es ist Zeit, dass diese Region wieder einmal zwischen Buchdeckeln gewürdigt wird», sagte sich der Autor und machte sich vor zwei Jahren ans Werk. Sein Buch solle aktuell sein und doch in einem gewissen Sinne zeitlos. Er wolle nicht zu viel Altbekanntes wiederkäuen und dennoch möglichst viele Facetten in Wort und Bild einfangen, setzte er sich zum Ziel.

Wie schon bei seinen bisherigen drei Büchern, «Stroh-Anni» (2007), «Das Freiamt wird mobil» (2010) und «Geltwil ist anders» (2012), ist auch Schambrons neuestes Werk in enger Zusammenarbeit mit dem Zufiker Typografen Willy Müller entstanden. «Einmal mehr habe ich auch bei diesem Buch nicht einen fertigen Text und einen Berg Bilder mit dem Auftrag bekommen, daraus etwas zu machen. Ich war von Anfang an in das Projekt involviert und konnte das Buch zusammen mit dem Autor in einem langen, stetigen Prozess gestalten.» Eine kleine Anmerkung am Rande: Willy Müller und Eddy Schambron haben sich vor Jahrzehnten in der ehemaligen Druckerei Weissenbach in Bremgarten kennengelernt.

Ein harmonierendes Trio

Müller arbeitete dort als Schriftsetzer, Schambron machte ein Praktikum als Journalist. Es gab damals noch einen Dritten im Bunde, den Drucker Alois Schumacher. In dessen Betrieb in Muri wurde auch das jüngste Buch gedruckt.

Nicht zu viel Altbekanntes, und doch möglichst viele Facetten, aktuell und doch in einem gewissen Sinne zeitlos – das angestrebte Konzept hat der Autor auf eindrückliche Weise umgesetzt. In seinen Texten beleuchtet er die Entwicklung der Region, ihre Besonderheiten und ihre zunehmende wirtschaftliche Bedeutung ebenso wie die Menschen, die dort leben. Besonders gelungen ist es dem Autor, die landschaftliche Schönheit des Oberfreiamtes nicht nur im Text hervorzustreichen, sondern auch bildlich festzuhalten. Mit rund 150, meist grossflächig abgedruckten Fotos beweist er sein grosses Talent als Fotograf und insbesondere seine Fähigkeit, im richtigen Moment mit der richtigen Perspektive auf den Auslöser zu drücken.

Mit «Oberfreiamt» ist Eddy Schambron ein faszinierendes Werk gelungen, das jede Bibliothek bereichern wird. Nicht nur im «Schwarzen Erdteil».