Niederwil

Neuer Anlauf: 9-Loch-Golfplatz beim Reusspark geplant

Verantwortliche des Reussparks und dessen Trägervereins Gnadenthal wollen eine Golfanlage mit 9 Löchern realisieren sowie eine Driving-Ranch, wo Anfänger und Hobbygolfer kurze und lange Abschläge sowie das Einlochen üben können.

Verantwortliche des Reussparks und dessen Trägervereins Gnadenthal wollen eine Golfanlage mit 9 Löchern realisieren sowie eine Driving-Ranch, wo Anfänger und Hobbygolfer kurze und lange Abschläge sowie das Einlochen üben können.

Vor einiger Zeit scheiterte ein Golfplatzprojekt beim Reusspark in Niederwil. Jetzt wird wieder ein Versuch gestartet. Es soll eine Golfanlage mit 9 Löchern realisiert werden. Baukosten: Sechs Millionen Franken.

Vor 13 Jahren scheiterte ein Golfplatzprojekt beim Reusspark in Niederwil. Jetzt wird ein zweiter Versuch unternommen. Verantwortliche des Reussparks und dessen Trägervereins Gnadenthal wollen eine Golfanlage mit 9 Löchern realisieren sowie eine Driving-Ranch, wo Anfänger und Hobbygolfer kurze und lange Abschläge sowie das Einlochen üben können.

Eine Projektvorstudie liegt auf dem Tisch. Demnach benötigt die geplante Anlage 34 Hektaren Kulturland, das zu einem schönen Teil dem Trägerverein des Pflege- und Betreuungszentrums Reusspark gehört. Der kleinere andere Teil der Landfläche ist im Besitz von vier Landwirten, die das Golfprojekt begrüssen.

Gemäss einer Schätzung von Urs Schnyder aus Rheinfelden, dem Geschäftsführer des Golfplatzes Rheinfelden, betragen die Erstellungskosten in Niederwil total rund 6 Mio. Franken. Zusätzliche Hochbauten benötigt der geplante 9-Loch-Platz im Gnadenthaler-Feld nicht, bescheidene Bauten sind einzig für die Driving-Ranch vorgesehen.

Laut den Initianten soll die bestehende Scheune des Reusspark-Guthofs zum Golf-Clubhaus samt Materialraum etc. ausgebaut werden.

Für Anlässe im Zusammenhang mit dem Golfbetrieb stünde auf dem Reussparkgelände eine reichhaltige Infrastruktur an Räumlichkeiten zur Verfügung, so das Restaurant Gnadenthal, der Klosterkeller, das Café Reuss und andere Lokalitäten mehr. Reusspark-Direktor Thomas Peterhans erhofft sich von der Anlage «nicht zuletzt einen gewissen Synergieeffekt und wirtschaftliche Impulse für unser Zentrum.»

Ein Drittel der Gnadenthaler Golfplatzfläche soll durch ökologische Massnahmen und Naturelemente aufgewertet, ein Grossteil der Restfläche extensiv genutzt werden. Für die Bewässerung will man eine aktuell stillgelegte Wasserfassung des Reussparks aktivieren.

Reaktionen: positiv und abwartend

Laut Peterhans fielen erste Reaktionen aufs Golfplatzvorhaben «mehrheitlich positiv aus». Die Gemeinderäte Niederwil und Stetten seien grundsätzlich positiv eingestellt, genauso die Geschäftlseitung des Regionalplanungsverbands Mutschellen-Reusstal-Kelleramt.

Ihr Einverständnis signalisierten externe Landeigentümer und die Organisation Pro Natura Aargau. Abwartend verhält sich der Vorstand der Landwirtschaftskommission Niederwil, während die Institution Stiftung Reusstal noch nicht Stellung bezogen hat.

Aussstehend ist auch die Stellungnahme des Kantons Aargau, des Departements Bau, Umwelt und Verkehr. Die Kantonsstellen werden das Golfplatzprojekt unter den Aspekten des neuen Raumplanungsgesetztes und des Landschaftsschutzes beurteilen.

Falls der Kanton grünes Licht gibt und auch der Trägerverein Gnadenthalt Ja sagt, wird eine Projektgruppe gebildet, die eine Interessensgemeinschaft gründen soll, die «IG Golf Gnadenthal». Die Initianten hoffen, den Golfplatz  2018 oder 2019 eröffnen zu können.

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