18:18 stand es am 25. November 2013 im Wohler Einwohnerrat beim Entscheid um eine neue, auf vier Jahre befristete Stelle für die Abteilung Planung, Bau und Umwelt. Die damalige Präsidentin Ariane Gregor musste den Stichentscheid geben. Sie hielt den Daumen nach unten, die neue Stelle gibt es bisher nicht.

Ein Entscheid mit Folgen. Vor allem als jener Mann aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen ist, der auf der Bauverwaltung die Leitung des Projekts Badi und Eisbahn innehatte. Weil wegen der ohnehin schon knappen Personalressourcen eine interne Stellvertretung nicht bewerkstelligt werden konnte, musste vor einem Jahr deshalb kurzfristig eine externe Lösung gesucht werden. Man hat sie mit der TBF + Partner AG gefunden und die Firma hat auch einen guten Job gemacht. Doch das ging ins Geld.

Der Einwohnerrat hat die Wahl

Der Vertrag mit der TBF lief bis zur Volksabstimmung über die beiden Projekte. Jetzt kommt die Umsetzung. Und nach wie vor fehlen die personellen Voraussetzungen auf der Bauverwaltung, um das intern stemmen zu können. Der Gemeinderat stellt den Einwohnerrat nun vor Wahl: Entweder eine neue Stelle ab 1. März 2017, oder weiterhin der Einkauf externer Dienstleistungen für die Gesamtprojektleitung Badi und Eisbahn. Das würde rund 230 000 Franken kosten.

Die verlangte zusätzliche Stelle für die Abteilung Planung, Bau und Umwelt ist diesmal nicht befristet. Insbesondere der erwähnte gesundheitsbedingte Ausfall eines Mitarbeiters habe die Notwendigkeit einer doppelten Abdeckung der Personalressourcen bei den gemeindeeigenen Liegenschaften klar aufgezeigt, schreibt der Gemeinderat im Bericht und Antrag. Den Bedarf für die neue Stelle oder den Einkauf von externen Dienstleistungen hat der Gemeinderat dem Parlament übrigens bereits im Frühling 2016 aufgezeigt.

Im gleichen Bericht und Antrag präsentiert der Gemeinderat auch den Baurechtsvertrag, die Leistungsvereinbarung sowie den Gesellschaftsvertrag zwischen der Gemeinde Wohlen und der Genossenschaft Eisbahn, die sich in der Umwandlung zur Sportpark Bünzmatt AG befindet. Diese Verträge müssen abgeschlossen werden, damit das Badi- und Eisbahn-Projekt umgesetzt und später wie geplant betrieben werden kann. Zu all diesen Papieren braucht es die formelle Zustimmung des Einwohnerrates.