Die Gelegenheit, sich vom Stadtrat Bremgarten über die Geschäfte der bevorstehenden Einwohner-Gemeindeversammlung vom 13. Dezember und der Ortsbürger-Gemeindeversammlung vom 4. Dezember aus erster Hand informieren zu lassen, nahmen Parteispitzen und weitere interessierte Kreise im Zeughaussaal wahr.

Neuer Input für die Informatik

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) der Stadtverwaltung Bremgarten ist in die Jahre gekommen und muss daher auf Vordermann gebracht werden. Dafür beantragt der Stadtrat der Gemeindeversammlung am 13. Dezember einen Gesamtkredit von 420'000 Franken: 360'000 Franken für die Gemeindeinformatik und 60'000 Franken für das Redesign, die Neugestaltung, der Gemeindewebseite.

Wie Stadtammann Raymond Tellenbach am Presse- und Infotreffen erläuterte, sei im Laufe der letzten Jahre in der Stadt eine heterogene EDV-Systemlandschaft entstanden, die Betrieb und Support kompliziert und umständlich mache. So soll zum Beispiel die Schule wieder abgekoppelt werden von den Servern der Stadtverwaltung. Es gilt, die ICT-Infrastruktur und den Support für die nächsten Jahre sicherzustellen. Die Einführung der Neuerungen, unter anderem mit dem Serverwechsel, ist für die zweite Hälfte des nächsten Jahres vorgesehen.

Nach Ansicht des Gemeinderats erfüllt die Internetseite www.bremgarten.ch die Anforderungen an einen modernen Auftritt im Netz nicht mehr. So ist es nicht möglich, gewisse Dienstleistungen zu implementieren, Newsletter und sogenannte Push-Nachrichten zu versenden. Durch das vorgesehene Redesign im Jahr 2019 sollen die Angebote zur Kommunikation mit der Einwohnerschaft erweitert werden. Man darf jetzt schon gespannt sein auf den neuen Internetauftritt der Stadt Bremgarten.

Wie der Stadtammann ausführte, wird die «Genehmigung des neuen Reglements zur Führung der Tagesstrukturen und die damit verbundene Erhöhung des Stellenplans der Stadt um 300 Prozent» beantragt. Denn mit der Integration der Tagesstrukturen in die Schulorganisation ist eine neue Stufenleitung mit einem Teilpensum von 20 Prozent erforderlich und das Schulsekretariat um ein Teilpensum von 20 Prozent zu erhöhen. Für die Betreuung der Kinder werden rund 260 Stellenprozente benötigt.

Der Voranschlag 2019 der Einwohnergemeinde Bremgarten basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 94 Prozent und weist einen Aufwandüberschuss von 173 100 Franken auf.

Waldfonds statt Forstreserve

Eine Teiländerung des Gemeindegesetzes bewirkt die Aufhebung der Bestimmung, dass die Ortsbürgergemeinden eine Forstreserve zu bilden haben. In Bremgarten soll dieses Geld – es handelt sich um 5,5 Millionen Franke – in einen Waldfonds übertragen werden.